Mit 17 Jahren begann alles im Zug auf dem Weg zur Ausbildung. Heute erschafft der Wiener Neustädter Philipp Koger (26) ganze Fantasywelten – und kämpft dabei gegen böse Zauberer und für eine bessere Welt.
Während andere am Handy scrollten, griff Philipp Koger auf dem Weg zur Ausbildung zum Zeichenstift. Aus ersten Skizzen entstand über die Jahre sein Herzensprojekt: der 204 Seiten starke Fantasy-Comic „Fly Fight Origins“. Darin geht es um Freundschaft, Zusammenhalt und darum, dass selbst nach Streit Versöhnung möglich ist.
Für den 26-Jährigen sind Comics weit mehr als Unterhaltung. Während der Corona-Pandemie wollte er bewusst Farbe in eine düstere Zeit bringen. Deshalb steckt jede Seite voller Fantasie – und jedes Kapitel wurde in einem anderen Zeichenstil gestaltet: mal als Manga, mal digital, mal mit Bleistift oder Buntstiften.
Großvater Gerhard Habarta war berühmter Fantast
Die Liebe zur Kunst wurde ihm in die Wiege gelegt. Sein Großvater, der renommierte Kunsthistoriker und Ausstellungsmacher Gerhard Habarta, ermutigte ihn früh, seine Werke öffentlich zu zeigen. Habarta war einer der wichtigsten Förderer der fantastischen Kunst Österreichs. Als Kunsthistoriker, Galerist und Kurator arbeitete er mit Größen wie Ernst Fuchs und Salvador Dalí zusammen und gründete gemeinsam mit Fuchs das Fantastenmuseum in Wien.
Bei einem Streit muss manchmal muss einer den ersten Schritt machen, damit die Welt ein bisschen besser wird.
Comiczeichner Philipp Koger
Heute stellt Philipp Koger unter anderem auf der Vienna Comix aus, präsentierte seine Arbeiten bereits im Hundertwasserhaus in Deutschland sowie in den Blumengärten Hirschstetten und entwickelt sein Comic-Universum laufend weiter – inklusive Kartenspiel und Videospiel.
Kaum Unterstützung für junge Kreative
Trotz aller Erfolge vermisst der junge Künstler die Unterstützung für den Comic-Nachwuchs in Österreich. „Es gibt kaum Ausstellungs- und Präsentationsmöglichkeiten für junge Künstler“, sagt Koger.
Aufgeben kommt für ihn dennoch nicht infrage. Sein Ziel bleibt, mit seinen Geschichten Menschen zum Lächeln zu bringen – und zu zeigen, dass selbst in schwierigen Zeiten immer Platz für Fantasie ist.
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