










Kurz vor einer geplanten Zusammenkunft von US-Präsident Donald Trump und dem ukrainischen Staatschef Wolodymyr Selenskyj in der Türkei hat Russland die Ukraine mit massiven Angriffen überzogen. Mindestens elf Menschen starben, Dutzende wurden verletzt.
Rettungskräfte suchten verzweifelt in den Trümmern zerstörter Gebäude nach Überlebenden. Im gesamten Kiewer Stadtgebiet wurden mindestens 46 Menschen verletzt, schrieb Bürgermeister Vitali Klitschko auf dem Kurznachrichtendienst Telegram. Mindestens 15 Wohngebäude wurden nach Angaben des Katastrophenschutzes beschädigt oder zerstört.
Besonders betroffen war der historische Stadtteil Podilskyj, wo unter anderem ein neungeschossiges Wohnhaus ab dem fünften Stockwerk weitgehend vernichtet wurde. Die Generalstaatsanwaltschaft erklärte, neben dem Bezirk Podilskyj habe auch der östliche Stadtteil Darnytskyi im Zentrum der Angriffe gelegen. Dort seien zwei Menschen ums Leben gekommen, als Trümmerteile ein 25-stöckiges Wohngebäude trafen.
Es sind verstörende Bilder, die uns aus Kiew erreichen:











Dunkler Schatten liegt über Friedensbemühungen
Der Angriff erfolgte kurz vor einem ab Dienstag geplanten NATO-Gipfel in der Türkei. US-Präsident Donald Trump will dort mit dem ukrainischen Staatschef Wolodymyr Selenskyj zusammenkommen, um einen neuen Anlauf zu nehmen, den im Februar 2022 mit der russischen Invasion begonnenen Krieg zu beenden. Die Aktionen von Kremlchef Wladimir Putin tragen aber zu keiner Entspannung bei.
Ballistische und Hyperschall-Raketen abgefeuert
Nach Angaben der ukrainischen Luftwaffe setzte Russland bei dem Angriff 68 Raketen – darunter 23 ballistische Raketen und sechs Zirkon-Hyperschallraketen – sowie 351 Drohnen ein. Die ukrainische Luftabwehr habe 37 Raketen abgeschossen oder unschädlich gemacht, jedoch keine der ballistischen Raketen oder Zirkon-Geschosse abfangen können. Die Ukraine verweist seit längerem auf einen Mangel an Abfangraketen für das Patriot-Abwehrsystem, das als einziges wirksames Mittel gegen ballistische Raketen gilt.
Das russische Verteidigungsministerium teilte mit, es habe einen massiven Schlag mit hochpräzisen Waffen großer Reichweite und Drohnen geführt. Dabei seien Militär- und Energieanlagen in Kiew und der umliegenden Region sowie Militärflugplätze in mehreren anderen ukrainischen Regionen getroffen worden.
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