Skrupellose Tat

48-Jähriger verprasste Vermögen der eigenen Oma

Wien
03.07.2026 11:08
Porträt von krone.at
Von krone.at

Er machte vor der eigenen Familie nicht halt: Ein 48 Jahre alter Mann steht im dringenden Verdacht, seiner eigenen, 92-jährigen Großmutter 11.000 Euro abgeknöpft und verprasst zu haben. Zu fassen bekam die Polizei den Verdächtigen zunächst nicht, da er kaum zu Hause war und auch den Ladungen nicht nachkam. Doch die Ermittler hatten noch ein Ass im Ärmel ...

Das Herz wird einem schwer, liest man die Vorwürfe, die gegen den Verdächtigen erhoben werden. Der Mann war als Erwachsenenvertreter für seine betagte Großmutter eingesetzt, doch das Geld der 92-Jährigen sackte sich der mutmaßliche Täter offenbar selbst ein.

Aufgeflogen war das, weil Zahlungen notwendiger Pflegeutensilien für die Pensionistin ausblieben. Erwischen ließ sich der 48-Jährige aber nicht. Er war kaum zu Hause, Ladungen der Polizei ignorierte der Verdächtige eisern.

Kleine List mit großer Wirkung
Per Telefon gelang es den Ermittlern schließlich, Kontakt zu ihm aufzunehmen – und um ihm endlich habhaft zu werden, erzählten sie dem 48-Jährigen, dass für die Abholung eines „wichtigen Schriftstücks“ sein persönliches Erscheinen notwendig sei, berichtete Polizeisprecher Markus Dittrich. Dass es sich bei dem Dokument aber um die von der Staatsanwaltschaft erlassene Festnahmeanordnung handelte, bemerkte der Verdächtige erst, als es zu spät war. 

Geständnis legte der Tatverdächtige keines ab, er wurde in eine Justizanstalt eingeliefert.

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