Leere Hände statt wertvolle Gemälde: Einbrecher suchten in der verwaisten Benko-Villa nach Wertsachen, mussten aber ohne Beute flüchten. Dreimal eilten Polizisten innerhalb weniger Stunden zum Luxusanwesen.
Früher hätten Einbrecher in der prächtigen Villa von Milliarden-Pleitier René Benko in Innsbruck-Igls wohl fette Beute gemacht. Immerhin hat sich der seit eineinhalb Jahren in U-Haft sitzende Signa-Gründer eine millionenschwere Kunstsammlung aufgebaut.
Zu den wertvollsten Stücken gehörten unteren anderem Pablo Picassos „L’ Étreinte“ („Die Umarmung“) aus dem Jahr 1969. Doch das Gemälde, für das 2021 beim Auktionshaus Christie’s umgerechnet rund 18 Millionen Euro bezahlt wurde, musste vor einigen Jahren verscherbelt werden. Ob diese teure Kunst aber tatsächlich im Luxusanwesen in Igls hing, ist unklar.
200-Kilo-Edelstahl-Dino bis heute verschwunden
Fest steht: Der mittlerweile unbewohnte Prachtbau, aus dem Gerüchten zufolge schon bald ein Luxushotel werden könnte, geriet heuer bereits zum zweiten Mal ins Visier von Einbrechern. Beim ersten Coup am 5. Juli kamen die Täter in der Nacht. Sie versuchten, über mehrere Türen vergeblich in das Gebäude zu gelangen.
Dafür entdeckten sie auf dem weitläufigen Grundstück ein rund drei Meter großes Dinosaurier-Skelett aus verchromtem Edelstahl. Rund 200 Kilo schwer, aber offenbar wertvoll genug, um die Einbrecher nicht abzuschrecken. Mit vereinten Kräften schleppten vermutlich vier Täter die Skulptur zu einem Kastenwagen und machten sich damit aus dem Staub. Das Kunstwerk des französischen Künstlers Philippe Pasqua wird auf mindestens 50.000 Euro geschätzt und ist bis heute verschwunden.
Einbrecher gingen bei zweitem Coup leer aus
Am Samstag folgte der zweite Versuch. Diesmal schlugen die Täter am helllichten Tag zu. Kurz nach 13 Uhr löste der Einbruchsalarm aus, die Polizei rückte mit mehreren Streifenwagen an. Eine aufgebrochene Tür war schnell entdeckt, von den Tätern fehlte aber jede Spur. Auch eine Polizeidrohne brachte keinen Fahndungserfolg.
Auf Überwachungsbildern zwei Personen zu sehen
Auf Überwachungsbildern sind aber zwei Personen zu sehen. „Gestohlen wurde nach derzeitigem Stand nichts“, betonten die Ermittler, die nicht an einen Zusammenhang zwischen den beiden Taten glauben.
Kurios: Nach dem Coup am Samstagnachmittag schlug sowohl in der Nacht auf Sonntag als auch ein paar Stunden später erneut die Alarmanlage an. „Es hat sich aber niemand auf dem Gelände befunden“, erklärte Polizeisprecher Stefan Eder.
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