Für den „Festspielbezirk 2030“ investiert Salzburg ordentlich. Schon jetzt steht fest, dass das Projekt teurer wird als erwartet. Ist bei dem großen Umbau auch der Welterbestatus von Salzburg in Gefahr? Die UNESCO äußert sich diesbezüglich mit einer klaren Ansage.
Nach dem kürzlich öffentlich gewordenen, kritischen Rechnungshof-Rohbericht samt drohender Kostensteigerung gibt es für den „Festspielbezirk 2030“ der Salzburger Festspiele positive Nachrichten von anderer Seite: Das Großprojekt bringt den Welterbestatus der Salzburger Altstadt nicht in Gefahr. Die UNESCO bzw. das Beratergremium ICOMOS habe die „Welterbeverträglichkeit des gesamten Projekts“ attestiert, teilten die Festspiele am Donnerstag mit.
Das Projekt sieht zwei Bauphasen vor. In einem ersten Schritt sollen die Sanierung des Großen Festspielhauses und der Bau eines „Hauses im Berg“ erfolgen. Dazu soll im Konglomerat des Mönchsbergs eine Kaverne für eine Montagehalle, Probesäle, Technik- und Einspielräume, Verbindungsgänge und eine Zone zur Anlieferung entstehen. In Bauphase zwei sollen dann das Haus für Mozart und die Felsenreitschule saniert werden.
Vorbehalte gegen Biogena-Zentrale
Für die geplante Biogena-Zentrale in Salzburg-Schallmoos und für die umfassende Sanierung und Erweiterung des Arbeiterkammer-Hotels Brunauer werden weiterhin Bedenken erhoben. Die Kommission plant, diesen erneut nachzugehen.
EIn Bau im Park von Schloss Arenberg hat indes in seiner Letztfassung schon die Zustimmung von ICOMOS verwehrt bekommen. Das Projekt des renommierten Architektenteams Coop-Himmelb(l)au-Projekt wurde auch von der Salzburger Altstadtkommission (SVK) abgelehnt.
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