Tempolimit angepasst

Neuer Anlauf gegen den Sommerstau auf der A10

Salzburg
02.07.2026 14:10
Porträt von Salzburg-Krone
Von Salzburg-Krone

Die Asfinag will erste Schritte eines neuen Verkehrsmanagementsystems bereits in diesem Sommer umsetzen. Eine Info-Webseite für Reisende ist ab sofort verfügbar. Das neue Transitmanagementsystem soll mit Sommer 2027 in Vollbetrieb gehen.

Ende Juli 2025 hat die Asfinag ein Verkehrsmanagementsystem zur Vermeidung von Staus auf der Tauernautobahn (A10) angekündigt. Mit der ab sofort verfügbaren Website driveaustria.info wurde nun ein erster Schritt gesetzt, informierte der Autobahnbetreiber am Donnerstag.

Die neue Seite bietet Informationen zur Verkehrslage in Echtzeit – und soll Verkehrsspitzen entzerren. Zielgruppe sind vor allem Durchreisende, die so günstige Zeitpunkte für ihre Fahrten finden sollen.

Zudem wird in Salzburg an besonders stark frequentierten Reisewochenenden das Geschwindigkeitslimit zwischen dem Grenzübergang Walserberg (Flachgau) und Golling (Tennengau) testweise angepasst. Mit dem Pilotversuch soll vor allem der Zufluss in Richtung Tunnelkette Werfen aktiv gesteuert werden – ein Nadelöhr bei viel Verkehr.

Zugleich wird laut Asfinag ein Lkw-Fahrverbot an reisestarken Tagen vorbereitet, das den Transit-Güterverkehr vom Reiseverkehr entkoppelt. An den Wochenenden zwischen 1. August und 9. September werden außerdem ausgewählte Anschlussstellen gesperrt.

Drohnen liefern auf Knopfdruck aktuelles Lagebild
Bei Bedarf können auch zwei Drohnen bei der Mautstelle St. Michael im Lungau und im Blockabfertigungsbereich vor dem Tauerntunnel Richtung Süden auf Knopfdruck automatisch aufsteigen und das aktuelle Lagebild wiedergeben.

Die gesamten Maßnahmen des „Multifunktionalen Transitmanagements“ – ein Projekt von Asfinag, Verkehrsministerium und dem Land Salzburg – sollen bis Sommer 2027 umgesetzt werden. Herzstück ist dabei ein bisher in Österreich einzigartiges Dosiersystem, das mittels Algorithmus die Geschwindigkeit im Reiseverkehr steuert. Das Tempo soll über Beschränkungen auf Überkopfanzeigern so reduziert werden, dass der Durchfluss gewährleistet bleibt.

Ganz dürften die Staus auf der Tauernautobahn wegen der teilweise enormen Verkehrsmengen aber auch mit dem neuen System nicht der Vergangenheit angehören, betonte die Asfinag. Ein gleichmäßigerer und flüssigerer Verkehr bringe jedoch ein deutliches Plus an Reisequalität und Verkehrssicherheit.

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