Der Vorarlberger Leuchtenhersteller Zumtobel zieht nach einem schwierigen Geschäftsjahr die Reißleine. Wie der Konzern mitteilte, muss die operative Entwicklung deutlich Federn lassen. Aufgrund eines spürbaren Ergebniseinbruchs schlägt der Vorstand den Aktionären für die anstehende Hauptversammlung vor, die Ausschüttung der Dividende für das abgelaufene Wirtschaftsjahr komplett auszusetzen.
Der Umsatz der Gruppe sank um 5,2 Prozent auf 1,04 Milliarden Euro. Noch deutlicher fiel das Minus unter dem Strich aus: Das Ergebnis vor Steuern sackte von 16,1 Millionen Euro im Vorjahr auf 10,7 Millionen Euro ab. Nach Abzug der Steuern blieb dem Traditionsunternehmen lediglich ein magerer Gewinn von einer Million Euro übrig (Vorjahr: 15,5 Mio. Euro).
Ertragssteuern massiv gestiegen
Als Hauptursache für das schwache Nachsteuerergebnis nennt Zumtobel massiv gestiegene Ertragssteuern, die vor allem durch Wertberichtigungen auf aktive latente Steuern in den USA, Großbritannien und Österreich von 0,6 Millionen auf 9,7 Millionen Euro nach oben kletterten. Zusätzlich belasteten Sondereffekte das operative Ergebnis (EBIT), welches um rund 10 Millionen Euro auf 23,1 Millionen Euro nachgab. Die EBIT-Marge schrumpfte parallel dazu von 3,0 auf 2,2 Prozent.
Trotz der aktuellen Nullrunde gibt sich die Chefetage für die Zukunft zuversichtlich: Der Vorstand betonte, dass es sich um eine temporäre Maßnahme handle und das Unternehmen nach der Stabilisierung wieder zur gewohnten Dividendenpolitik zurückkehren wolle.
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