Safran gilt Luxuszutat in der Küche und ist entsprechend teuer, wenn man ihn küchenfertig kaufen will. Garten-Profi Patrizia Haslinger verrät in der „Krone“, wie Hobbygärtner das „Gold“ unter den Pflanzen anbauen können. Allerdings gibt es eine großes ABER.
Safran gilt als das teuerste Gewürz der Welt. Umso überraschender ist, dass man ihn auch im eigenen Garten kultivieren kann. Der Safrankrokus (lateinisch: Crocus sativus) ist nämlich deutlich unkomplizierter, als sein exklusiver Ruf vermuten lässt – und die einzig essbare Krokusart! Er ist durch eine Mutation entstanden und der einzige seiner Art. Safran kann nur durch teilen der Knollen vermehrt werden. Aber Achtung vor Verwechslung mit giftiger Herbstzeitlose! Tipp: Man erkennt ihn an den drei roten Fäden.
Anbau auch in Österreich
Auch in Österreich werden die traditionellen Anbaugebiete, wie NÖ, Burgenland oder Salzburg, wiederbelebt. Gepflanzt werden die Knollen von Juli bis Anfang September – also ist genau jetzt die beste Pflanzzeit! Ideal ist ein sonniger Standort mit lockerem, gut durchlässigem Boden. Staunässe verträgt der Safrankrokus schlecht, deshalb lohnt es sich, schwere Böden mit Sand oder Kompost aufzulockern.
Drei Fäden in den Blüten
Die Knollen kommen etwa zehn bis fünfzehn Zentimeter tief in die Erde. Während viele Gartenpflanzen im Herbst bereits ihre beste Zeit hinter sich haben, läuft der Safrankrokus genau dann zur Höchstform auf. Seine violetten Blüten erscheinen meist im Oktober und November. In jeder Blüte sitzen drei rote Narbenfäden – diese werden als Safran geerntet und das von Hand. Das erklärt auch, warum das Gewürz so teuer ist: Für ein Kilogramm Safran benötigt man rund 150.000 Blüten!
Ernte ist Geduldssache
Die Ernte erfolgt an trockenen Tagen. Die Blüten werden täglich gepflückt und die roten Fäden vorsichtig herausgelöst. Anschließend müssen sie getrocknet werden. Erst danach entwickelt sich das typische Safranaroma, das wir aus der Küche kennen. Er sollte mindestens sechs Monate reifen dürfen.
Safran ist pflegeleicht und winterhart
Viel Pflege benötigt der Safrankrokus nicht. Er ist winterhart, kommt mit unseren Temperaturen gut zurecht und braucht nur selten zusätzliche Wassergaben. Wichtig ist vor allem, das Beet möglichst unkrautfrei zu halten. Ich selbst hab ihn teils in eigenen Boxen und auch direkt im Staudenbeet gepflanzt.
Patrizia Haslinger ist Gartendesignerin und -coach aus Leidenschaft. Darüber hinaus ist sie auch geprüfte Hochzeitsplanerin. Noch mehr Informationen und Tipps von der Herzensgärtnerin finden Sie auf www.theheartgardener.at
Wer auf eine große Gewürzernte hofft, sollte die Erwartungen allerdings etwas dämpfen. Für größere Mengen Safran braucht es, wie erwähnt, sehr viele Blüten. Doch genau darum geht es beim Anbau oft gar nicht. Es ist doch der „Gärtnerstolz“, ein außergewöhnliches Gewürz selbst gezogen zu haben.
Magische Stimmung im Garten
Im Sommer wird der Garten oft bis spät in den Abend genutzt. Gerade jetzt, wo die Temperaturen tagsüber unerträglich sind, freut man sich über Abkühlung am Abend. Mit der richtigen Beleuchtung lässt sich dabei ganz einfach eine Atmosphäre schaffen, die auch an orientalische Gärten erinnern kann.
Warmes Licht und Schatten
Besonders schön wirken Laternen aus Metall oder Glas, die warmes Licht verbreiten und dekorative Schatten werfen. Sie können entlang von Wegen, auf der Terrasse oder zwischen Pflanzgefäßen platziert werden. Eine große Wirkung haben Strahler, die Solitärgehölze von unten illuminieren. Ergänzt durch Lichterketten in Bäumen oder an einer Pergola, entsteht eine gemütliche Stimmung, ohne dass der Garten zu hell wirkt. Wichtig ist daher ein zurückhaltender Einsatz von Licht.
Einzelne Akzente wirken meist besser als eine flächige Ausleuchtung. Warmweiße Leuchtmittel lassen Pflanzen und Materialien natürlicher erscheinen. Passend zum orientalischen Flair können duftende Pflanzen wie Orangenbäumchen, Duftrosen, Jasmin, aber auch mediterrane Kräuter wie Lavendel oder Rosmarin in die Gestaltung integriert werden. So spricht der Garten nicht nur das Auge an, sondern auch die Nase.
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