Nordkorea erklärt:
“Amerikaner ging ins Gefängnis, um zu spionieren”
Ausland
20.09.2014 10:36
Ein US-Bürger hat sich laut nordkoreanischen Staatsmedien gezielt in einem Straflager inhaftieren lassen, um aus dem Inneren des Gefängnissystems des abgeschotteten Landes berichten zu können. Der 24-Jährige habe die "törichte Idee" gehabt, das System der Straflager auszuspionieren, schrieb die amtliche Nachrichtenagentur KCNA am Samstag.
Matthew Miller hatte angeblich bei seiner Ankunft am Flughafen von Pjöngjang im April sein Touristenvisum zerrissen und Asyl beantragt. KCNA schrieb dazu, er habe gezielt kriminelle Handlungen begangen, um direkt ins Gefängnis zu gehen. Dort haber er die Menschenrechtslage ausspionieren und der Welt darüber berichten wollen.
Miller war am vergangenen Sonntag vom Obersten Gericht Nordkoreas zu sechs Jahren Strafarbeit verurteilt worden. Er hatte zwei Wochen zuvor zusammen mit zwei anderen inhaftierten US-Bürgern in einem Interview die Regierung in Washington um Hilfe gebeten.
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