Mit emotionalen und nachdenklichen Worten wendet sich ein Feuerwehrmann aus dem Oberen Drautal an die Öffentlichkeit. Der Ärger über Schaulustige bei schweren Unfällen wird immer größer.
Die Feuerwehr kommt zum Einsatzort und sieht Leid, Schmerz und manchmal Situationen, in denen es um Leben oder Tod geht. Für uns zählt dann jede Sekunde“, teilt Christian Kalser, der Abschnittsfeuerwehrkommandant vom Oberen Drautal, nach einem schweren Unfall seine Gedanken.
„Doch plötzlich hat man das Gefühl, beobachtet zu werden. Da sind sie – die Gaffer, die Schaulustigen, Menschen, die stehen bleiben oder zum Unfallort fahren, weil sie die Sirenen gehört haben“, ärgert sich Kalser.
„Manche zücken sogar ihr Handy, um Fotos oder Videos zu machen.“ Für die Einsatzkräfte ein ungutes Gefühl. Nicht, weil sie die Arbeit nicht machen können, „sondern weil sie wissen, dass dort Menschen sind, die gerade ihre schlimmsten Momente erleben müssen“.
Mehr Respekt gefordert
Der Feuerwehrmann fordert mehr Respekt und betont: „Neugier ist grundsätzlich nichts Schlechtes. Aber stehen zu bleiben oder bewusst dorthin zu kommen, um das Leid anderer zu beobachten, hilft niemandem – im Gegenteil, es schmerzt!“
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