Vorsicht ist geboten

Hitze lässt Gift in manchen Badeseen gedeihen

Niederösterreich
30.06.2026 12:00

Einzelne Gewässer in Niederösterreich sind derzeit gesperrt. Oft sind Blaualgen der Grund für die Badeverbote. Gute Untersuchungsergebnisse gibt es hingegen für die großen Schwimmparadiese des Landes. 

Meldungen, dass die Hitze auch den Badeteichen zu schaffen macht, häufen sich derzeit. So mussten etwa der Badeteich Echsenbach im Bezirk Zwettl und das Schwimmparadies beim Golfplatz in Weitra – der Hausschachenteich – für Erfrischungssuchende gesperrt werden. Und auch über den Donau-Altarm „Geschirrwasser“ in Klosterneuburg, Bezirk Tulln,  wurde ein Badeverbot verhängt, das aber bereits wieder aufgehoben wurde – die „Krone“ berichtete.

Todesgefahr für Hunde
Diese Sperren haben oft nichts damit zu tun, dass ein Gewässer „bricht“ und es damit auch zu stinken beginnt. Es geht um die starke Vermehrung giftiger Stoffe, die im warmen Wasser den besten Nährboden haben. Dabei handelt es sich vor allem um „Cyanobakterien“ – im Volksmund: „Blaualgen“. Wenn Schwimmer das Wasser schlucken, kann es zu heftigen Reaktionen bis hin zu Fieber, Kollaps oder Lähmungserscheinungen kommen. Für Hunde können die Blaualgen sogar tödlich sein.

Land nur für 28 Badeorte verantwortlich
Während für die Badeteiche normalerweise die Gemeinden zuständig sind, die alle paar Wochen testen müssen, ist für die 28 größten und beliebtesten Badeparadiese Niederösterreichs das Land laut Bäderhygienegesetz zuständig: „Die Badegewässer werden regelmäßig streng nach internationalen Richtlinien auf ihre Wasserqualität untersucht. Dabei werden jährlich 150 Proben gezogen und analysiert“, erklärt die zuständige Landesrätin Eva Prischl.

Zitat Icon

Derzeit steht dem Badespaß an den vom Land überprüften Badestellen in NÖ nichts im Wege.

Eva Prischl, zuständige Landesrätin

Erste Kontrollen des Jahres attestieren 27 Gewässern eine ausgezeichnete Qualität und der Messstelle Ausee 1 in Blindenmarkt eine gute Qualität. Mehr Infos zum Gewässer-Monitoring findet man auf der Homepage der Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES).

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