03.02.2006 16:10 |

Körpersprache

Für Erfolg im Job Mimik gezielt einsetzen

Ein Blick sagt mehr als tausend Worte. Stimmt! Doch was genau bedeutet nun dieser oder jene Blick, wie ist eine gerümpfte Nase zu interpretieren, was will mir mein Gegenüber mit einem Schmollmund vermitteln? Wer die Antwort auf diese Fragen kennt bzw. selbst in der Lage ist, seine Mimik gezielt anzuwenden, ist im Job auf der Überholspur: Denn wenn du in der Lage bist Gesichtsausdrücke richtig zu deuten, hast du einen Wissensvorsprung, mit der bewussten Anwendung wiederum sammelst du Sympathien und kannst die eine oder andere Unsicherheit vertuschen.

Was jetzt aber keine Aufforderung sein soll, fehlende Inhalte durch übertriebene Körpersprache zu verdecken, weil auch nonverbale Kommunikation durchaus fehl am Platz sein kann. Etwa bei einer staubtrockenen Besprechung, bei der es nur noch um die technische Abwicklung eines Projektes geht...

Dem Gesagten Nachdruck verleihen
Gezieltes Einsetzen des Mienenspiels heißt viel mehr, verbalen Argumenten den nötigen nonverbalen Nachdruck zu verleihen. Denn Mimik ist die Sprache des Gesichts, die die sichtbaren, in Sekundenbruchteilen ablaufenden Bewegungen der Gesichtsoberfläche bezeichnet. Sie gibt Aufschluss über den aktuellen emotionalen Zustand eines Menschen, da die Muskulatur mehr oder weniger deutlich auf die Impulse aus dem Unterbewusstsein reagiert.

Worauf Bosse und Personalmanager achten
Mit der Bewegung von Augen, Augenlidern, Augenbrauen, Nase und Mund lassen sich alle möglichen Gefühle wie Enthusiasmus, Trauer, Unsicherheit, Ablehnung, Freude usw. transportieren. Deine Lebenserfahrung und Persönlichkeit spiegeln sich in der Mimik wider. Für Personen, die das Mienenspiel richtig deuten können, liegt der Charakter des Betroffenen wie ein offenes Buch auf dem Präsentierteller. Kein Wunder, dass Bosse und Personalmanager ganz besonderes Augenmwerk auf die Körpersprache einens Bewerbers legen.

Übung macht den Meister
Aus diesem Gesichtspunkt betrachtet, solltest du über die gängigsten Regeln der Mimik Bescheid wissen, damit es später keine langen Gesichter gibt:

  • Lerne zunächst durch einfache Lockerungsübungen (Lachen, Lächeln, Stirn runzeln, Augenbrauen hochziehen usw.) vor dem Spiegel deine Gesichtsmuskeln zu kontrollieren. Es geht darum, dass deine Mimik mit deiner verbalen Kommunikation zusammen passt, sonst entsteht der falsche Eindruck.
  • Wiederhole diese Übungen regelmäßig, damit das Mienenspiel auch natürlich "rüberkommt" (nichts wirkt unehrlicher als ein künstliches Lachen). Am besten, du übst gleich nach dem Aufstehen ein freundliches Lächeln. Das verhilft dir zu einer positiven Ausstrahlung, die wiederum Voraussetzung für Glück und Erfolg ist.
  • Gleichzeitig solltest du im Bilde sein, wie gewisse Mienen zu deuten sind: Das berühmte "lange Gesicht" drückt ebenso Ablehnung aus wie die gerümpfte Nase oder ein nach hinten geneigter Kopf. Bei Erstaunen bleibt uns der Mund offen stehen oder wir ziehen die Augenbrauen hoch, wenn wir uns ärgern, runzeln wir die Stirn. Leicht angehobene Mundwinkel drücken Arroganz und Überlegenheit aus, Kauen auf der Lippe lässt auf Anspannung schließen, Ziehen an der Unterlippe auf Nachdenklichkeit. Interesse wird durch Intensiven Blickkontakt gezeigt, Nervosität durch zuckende Augenlider, Drohungen verleihst du Nachdruck, indem du jemanden ungeniert anstarrst usw.

All diese Punkte gelten selbstverständlich nur für unseren Kulturkreis. Solltest du demnächst in Indien deinen neuen Job antreten, musst du dich vorher über die dortigen Gepflogenheiten informieren. Aber eine Grundregel hat rund um den Erdball Gültigkeit: Ohne Ehrlichkeit, Seriosität und Selbstbewusstsein bewegt sich auf der Karriereleiter gar nichts...

Samstag, 12. Juni 2021
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