Fünf Tote am Sonntag
Serie von Gewalttaten erschüttert Israel
Israel ist am Sonntag von einer ungewöhnlichen Serie von Gewalttaten erschüttert worden. Zwei Menschen starben bei einer Explosion von Autobomben in Tel Aviv und in einem Vorort, drei weitere bei Tötungen in der arabischen Gesellschaft.
Nach bisherigen Erkenntnissen steht hinter allen Vorfällen organisierte oder kriminelle Gewalt. Ein Sanitäter sagte, dass er nach der Meldung über eine Explosion in Cholon südlich von Tel Aviv ein Fahrzeug in Flammen gesehen habe. Der Fahrer sei neben dem Auto gelegen. Er war bewusstlos und schwer verletzt. Der Mann wurde noch in ein Krankenhaus gebracht, erlag dort aber seinen Verletzungen.
Bei der zweiten Explosion eines Autos direkt in Tel Aviv war auch der sechsjährige Sohn des Lenkers im Fahrzeug. Das Kind wurde laut dem Nachrichtenportal ynet mit Verletzungen in ein Krankenhaus gebracht, der Vater starb. Die Tat könnte laut ersten Ermittlungen als Rache für die Tötung eines Jugendlichen in der vergangenen Woche verübt worden sein.
Fehde zwischen zwei Familien
In der arabischen Ortschaft Kalansuwa wurden unterdessen zwei Menschen erschossen. In diesem Fall geht die Polizei von einer Fehde zwischen zwei Familien aus. In der Nacht auf Sonntag war in der arabischen Ortschaft Taijba bereits ein 19-Jähriger vor seinem Haus erschossen worden. Auch in dem Fall wird ein krimineller Hintergrund vermutet.
Der israelischen Regierung wird immer wieder vorgeworfen, nicht genug gegen Gewaltverbrechen innerhalb der arabischen Gesellschaft vorzugehen. Seit Jahresbeginn 2026 sind ungefähr 140 Menschen durch Gewalt innerhalb der arabischen Bevölkerung zu Tode gekommen. Die Minderheit macht ungefähr 20 Prozent der zehn Millionen Einwohnerinnen und Einwohner im Land aus.









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