Elf Tote in Frankreich
Angehörige mussten Flugzeugabsturz mit ansehen
Elf Menschen sind bei einem Flugzeugabsturz in der Stadt Tomblaine im Nordosten Frankreichs ums Leben gekommen. Darunter sind der Pilot und zehn Fallschirmspringerinnen und Fallschirmspringer. Einige ihrer Angehörigen mussten den Absturz mit ansehen.
Die Maschine war kurz nach dem Start gegen 11 Uhr vom Flughafen Nancy-Essey nur wenige Dutzende Meter von der Startbahn abgestürzt, wie „L‘Est Républicain“ berichtete. Das Flugzeug soll auf einen Radweg in der Nähe von einem Wohngebiet gekracht sein.
Alle elf Insassinnen und Insassen kamen ums Leben. Angehörige der Opfer waren in der Nähe und haben das Unglück mit angesehen. Sie wollten den Fallschirmsprung begleiten. Frankreichs Verkehrsminister Philippe Tabarot sprach auf der Plattform X von einer „besonders schweren Bilanz“. Es soll eines der tödlichsten Unglücke der Leichtluftfahrt in Frankreich sein.
Hier sehen Sie einen Bericht zu dem Unglück:
Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtete, soll es sich bei den Opfern um fünf Fallschirmlehrer, fünf Schülerinnen und Schüler sowie einen erfahrenen Piloten gehandelt haben. Die abgestürzte Maschine war eine Pilatus PC-6/B2-H4 Turbo Porter gewesen, die in Deutschland registriert war. Es handelt sich um einen Flugzeugtyp, der häufig für Fallschirmsprünge verwendet wird.
Laut dem Präsidenten des regionalen Pflegeverbands der liberalen Pflegekräfte in Meurthe-et-Moselle könnte es sich bei den Opfern teilweise um selbstständige Pflegekräfte handeln. Demnach sei offenbar ein sogenannter „Tauf-Flug“ organisiert gewesen, bei dem sowohl Pflegekräfte als auch Instruktoren an Bord gewesen sein sollen.
Explosionsgefahr nach Crash
Die Polizei hat die Bevölkerung zwischenzeitlich gebeten, das Gebiet um den Flughafen im Département Meurthe-et-Moselle zu meiden, um den Einsatzkräften eine freie Fahrt zum Unglücksort zu ermöglichen. Wegen des auslaufenden Treibstoffs habe es zudem eine Explosionsgefahr gegeben, hieß es.
Der französische Politiker Yves Séguy sagte, dass es möglicherweise eine technische Störung gegeben habe. Das Flugzeug sei „senkrecht abgestürzt“. Hinweise auf eine Notlandung habe es nicht gegeben. Es sei ein „glücklicher Umstand“, dass bei dem Absturz in der Nähe von Wohnhäusern keine weiteren Menschen getötet oder verletzt worden seien. Der Unfallhergang wird noch rekonstruiert, die Staatsanwaltschaft ermittelt.








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