Mitten in der Nacht Fußball schauen? Selbstverständlich für viele Fans von Österreichs Nationalteam, die ab 4 Uhr im Spiel gegen Algerien mitzitterten! Für das sich LASK-Meistertrainer Kühbauer den Wecker nicht stellen musste – und bei dem in Oberösterreich etwa auch in Kinos gebangt wurde. Die Fans wurden mit dem irren „Thriller“ samt Happy End belohnt.
„Bei dieser Hitze kann ich eh’ nicht schlafen, ich brauch’ mir gar nicht extra einen Wecker stellen“, sagte LASK-Trainer Dietmar Kühbauer und düste nach dem abendlichen Test-5:0 in Wels heim ins Burgenland. Während zahlreiche Fans mitten in der Nacht im ÖFB-Leiberl in die Huber-Arena zurückkehrten, wo in der Sportbar das Gruppenfinale gegen Algerien übertragen wurde.
Großer Andrang mitten in der Nacht
„Der Andrang war groß“, sagte in Wels Mit-Organisator Markus Schlacher, der wie viele Fußball-Anhänger zur unchristlichen Beginnzeit von 4 Uhr „gestellt“ war. „Ist doch logisch! Wir sind schließlich erstmals seit 28 Jahren bei der WM dabei und jetzt steigt das Entscheidungsspiel um den Aufstieg“, sagte indes Magdalena, die in Linz im „Rox“ mitzitterte.
„Um 6 Uhr aufzustehen ist mir vor unserem ersten Gruppenspiel gegen Jordanien schwerer gefallen als jetzt. Aber die Spiele zu verfolgen, ist doch selbstverständlich! Wie oft erlebt man schon so etwas“, sagte Rene (40) – als er noch gar nicht wusste, welch’ denkwürdige Nacht er mit seinen Freunden erleben sollte.
Nach der Pride Parade durchgemacht
Auch Sarah (21), Jasmin (20), Theresa (20), Valentina (19) und Amanda (26) ließen sich das Spiel nicht entgehen. „Wir sind nicht extra aufgestanden, aber wir bleiben extra auf“, so die Fußballerinnen, die nach der Pride Parade in Linz gleich durchmachten. Um 4:28 Uhr durften sie bei Marko Arnautovic‘ 1:0 erstmals jubeln, sahen danach viele Tore – und denn in der 93. Minute den Schock, 2:3! „Da bin schon aus dem Saal rausgegangen“, so Wolfgang Steininger, bei dem im Kino in Freistadt dank des Vereins „Lucal-Bühne“ rund 80 Fans gemeinsam zitterten. Es wurde besser als jeder Hollywood-Thriller!
Beim 2:3 gegangen – und gleich wieder zurückgekommen
„Auch bei uns sind beim 2:3 einige schon heimgegangen, aber die waren schnell wieder da“, lacht Sebastian Kritzinger aus Seewalchen am Attersee, wo man ebenfalls gemeinsam bangte. Ehe im ganzen Lande rund um 6 Uhr morgens auf den Schock die pure Extase folgte. Kalajcic – 3:3 – Aufstieg!
„Einfach unglaublich! Dieses Spiel war das Aufstehen mitten in der Nacht wirklich mehr als wert“, sagten am Ende Flo (45) und Manuel (43), deren „Partie“ gemeinsam auf einem Balkon in Linz versehentlich eine Nachbarin aus dem Bett jubelten.
Am Balkon zu laut gejubelt
Dem „Ich ruf’ die Polizei“ von der aufgeweckten Nachbarin folgte dann aber kein Besuch der Gesetzeshüter. Von ihnen hatten sicher ebenso viele eine unvergessliche „Nachtschicht“! Denn das Nationalteam sorgte dafür, dass die Anhänger daheim in Österreich ab 4 Uhr nachts ein irres Fan-Erlebnis hatten. Viele werden sich ein Leben lang erinnern, wo sie am 28. Juni 2026 gerade waren, als in der 96. Minute dieses 3:3 fiel...
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