Vor 20 Jahren war Schauspieler Patrick Swayze für die Dreharbeiten zum Film „Jump“ im halben Land unterwegs. Zwei Damen machte er damals richtig glücklich. Für die „Krone“ erinnern sie sich an das Zusammentreffen mit dem Superstar zurück.
Das stundenlange Warten hat sich gelohnt. Als Patrick Swayze schließlich auftauchte, war er ganz nah – und doch völlig unwirklich. „Ich habe den Film ,Dirty Dancing’ sicher 30-mal gesehen. Ich konnte jede Szene mitsprechen, aber als er dann vor mir stand, war ich komplett baff“, erinnert sich Christa Peterseil aus Inzersdorf noch heute zurück.
Hollywood-Star im Land ob der Enns
Der Hollywood-Star war für Dreharbeiten zum Film „Jump“ nach Oberösterreich gekommen – und zeigte sich dabei überraschend bodenständig. „Hi, I’m Patrick“, habe er freundlich gesagt. „Und ich hab’ nur ein ,Äh’ rausgebracht“, gesteht Peterseil schmunzelnd. „Das war mir ziemlich peinlich.“ Doch der Frauenschwarm nahm es gelassen – vermutlich stand ihm nicht zum ersten Mal jemand sprachlos gegenüber.
Bürgermeisterin als Komparsin
Während Christa Peterseil als Fan ihr persönliches Highlight erlebte, durfte Dagmar Fetz-Lugmayr ganz nah am Set dabei sein – als Komparsin. „Ich habe immer gerne Theater gespielt und mich damals als Komparsin gemeldet. Gedreht wurde unter anderem im Kaisersaal von Kremsmünster – eine ganze Woche lang. Ich hatte mir damals extra Urlaub genommen“, erzählt die heutige Bürgermeisterin von Kremsmünster.
Harte Arbeit
Doch was nach Glamour klingt, war harte Arbeit. „Wir saßen oft schon um fünf Uhr früh in der Maske und waren den ganzen Tag vor Ort“, erinnert sie sich. „Es war extrem anstrengend – aber auch unglaublich beeindruckend, zu sehen, wie ein Kinofilm entsteht.“ Ein Foto mit dem Superstar konnte Fetz-Lugmayr nicht ergattern. „Genau zu dem Zeitpunkt, als sich die Möglichkeit ergeben hätte, ist eine Dame über die Treppe gestürzt, und ich habe Erste Hilfe geleistet.“
Star an Krebs verstorben
Patrick Swayze hat die Premiere des Films in Linz nicht mehr erlebt. Er starb am 14. September 2009 an Krebs. Der körperliche Verfall war sichtbar, und es wurden während der Dreharbeiten für ihn oft Pausen gemacht. Für Fetz-Lugmayr war die anstrengende Woche auch ohne Foto ein Erfolg. „Ich bin sogar im Abspann erwähnt worden.“ Ein kleines Detail – aber eines, das bis heute geblieben ist.
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