31.01.2006 14:08 |

Verheiztes Geld

Alte Anlagen treiben Heizkosten in die Höhe

Die Preise für Erdöl und -gas liegen auf Rekordniveau (Tendenz weiter steigend), Strom war auch schon mal billiger und dazu der alte Kessel im Keller, der angesichts seiner schlechten Effizienz im schlimmsten Fall mehrere hundert Euro Mehrkosten jährlich verursacht. Fast möchte man meinen, es käme billiger, gleich die Geldscheine selbst in den Ofen zu werfen. Doch mit dem richtigen Brennstoff, einem modernen Brenner und einer guten Dämmung steigst du wesentlich günstiger aus. Der Verein für Konsumenten-Information hat es vorgerechnet...

Die romantischste Art des Heizens ist sicherlich ein Kaminofen, der mit Holzscheiten befeuert wird. Doch leider kommt diese Lösung auch am teuersten: 45 Prozent der Wärme entweichen ungenutzt durch den Kamin! Eine moderne Anlage reduziert diesen Faktor auf 35 Prozent. Jährlich kannst du dir durch diese Investition 97 Euro sparen (alle Angaben beziehen sich auf eine 68 Quadratmeter große Altbauwohnung).

Wer das Scheitholz in einen neuen Kachelofen wirft, spart sich 47 Euro und steigert die Effektivität im Vergleich zu einem alten Gerät von 60 auf 75 Prozent. Den Kachelofen mit Holzbriketts zu füttern, kommt bei einer veralteten Anlage auf 370 Euro pro Jahr. Eine moderne Zentralheizung zu beschicken kostet 236 Euro, der Nutzungsgrad liegt bei beachtlichen 80 Prozent.

Nicht erneuerbare Energieformen
Holz gibt es in Österreich zwar in Hülle und Fülle, liegt als Heizmittel auch im Trend, die meistgenutzten Brennstoffe sind hierzulande aber nach wie vor Erdgas und Erdöl. Die Preise für diese Rohstoffe steigen und steigen. Nach den Werten von Dezember 2005 verursacht ein mit Erdgas betriebener, nagelneuer Konvektor 403 Euro Kosten jährlich - gegenüber einer alten Anlage eine jährliche Ersparnis von 62 Euro. Ein moderner Brennwertkessel hingegen verbraucht bei einer Effizienz von 99 Prozent "nur" 305 Euro!

Wer mit Erdöl einen Einzelofen heizt, zahlt bei einem veralteten Gerät im Jahr 647, bei einem neuen 555 Euro. Ein moderner Ölwertbrennkessel verbrennt Öl im Wert von 355 Euro - das sind um 292 Euro weniger als bei einem überholten Einzelofen! Am teuersten kommt eine wohltemperierte Wohnung übrigens, wenn sie ausschließlich mit Flüssiggas aus der 11-Liter-Flasche geheizt wird: Satte 1.546 Euro jährlich!

Die Kosten rechnen sich!
Zusätzlich sparen kannst du, indem du zu einem billigeren Strom- und Gaslieferanten wechselst bzw. deinem Haus/deiner Wohnung eine gute Wärmedämmung sowie qualitativ hochwertige Fenster verpasst. Natürlich schlägt sich die Anschaffung neuer Öfen, besserer Dämmung usw. zunächst aufs Budget, doch schon nach wenigen Jahren sollten sich diese Kosten amortisiert haben. Und: Mit modernen Geräten schonst du nicht nur deine Geldbörse, sondern tust auch etwas für den Klimaschutz!

Quelle: Verein für Konsumenteninformation (VKI)

Dienstag, 09. März 2021
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