Ein außergewöhnliches Public Viewing erlebten die Fußballfans am Sonntagmorgen in Klagenfurt. Trotz der frühen Uhrzeit war bei Österreichs letztem Gruppenspiel gegen Algerien kein Platz mehr zu finden. Und der Veranstalter riskierte – spielte die Übertragung mit Ton.
Der Fanmagnet hat gezogen: Klagenfurts Public Viewing hat in den vergangenen Jahren bereits zahlreiche emotionale Höhepunkte erlebt – doch das heutige Spiel ist etwas ganz Besonderes. Die Begegnung gegen Algerien begann bereits um 4 Uhr früh und stellte Fans, Gastronomen und Organisatoren gleichermaßen vor eine außergewöhnliche Herausforderung.
Damit das Spiel überhaupt vor dem Rathaus übertragen werden konnte, handelte Organisator Manfred Dobesch gemeinsam mit Bürgemeister Christian Scheider und den Verantwortlichen der Stadt eine spezielle Lösung aus: Die Live-Übertragung durfte stattfinden, allerdings ohne Ton. Der ist dann doch gelaufen.
Für die zehn Gastronomiebetriebe rund um das Public Viewing bedeutete der frühe Anpfiff eine lange Nacht. „Die meisten Mitarbeiter arbeiteten durch, um die Besucher bereits in den frühen Morgenstunden zu versorgen“, erzählte Dobesch. Auch diesmal standen eigens zusammengestellte Frühstücksvariationen auf den Speisekarten – von frischem Gebäck und Kaffee bis hin zu herzhaften Frühstückstellern. Dobesch hat sogar die letzten zwei Nächte nicht geschlafen: „Jede Nacht gibt es so viele Spiele, das heurige Public-Viewing ist eine besondere Challenge.“
Trotz der ungewöhnlichen Uhrzeit war der Andrang unglaublich. Zahlreiche Fans hatten die Nacht durchgemacht oder waren eigens für das Spiel früh aufgestanden. Bereits vor dem Anpfiff waren alle Bänke auf dem Neuen Platz besetzt. Viele erschienen mit Trikots, Fahnen und Schals und sorgten schon lange vor dem Anpfiff für Stimmung auf dem Rathausplatz.
Bei der Nationalhymne wurde lautstark mitgesungen und jedes Tor von den Fans frenetisch gefeiert. Bis zum Schluss wurde mit der Nationalmannschaft mitgefiebert. In der letzten Minute der Nachspielzeit schafften die Österreicher noch den Ausgleich, nachdem die Algerier geführt hatten.
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