Obwohl Johann Lafer an Lymphdrüsenkrebs erkrankt ist, will der Fernsehkoch noch hoch hinaus: „Ich würde gerne das Basislager des Mount Everest im Himalaya besuchen“, erklärte der Steirer. Wie viel Zeit dem 68-Jährigen für die Erfüllung seines Traums noch bleibt, ist jedoch ungewiss.
Im Mai hatte Lafer öffentlich gemacht, dass er an Lymphdrüsenkrebs erkrankt ist. Anfang des Jahres begann er mit der Chemotherapie. Doch davon möchte sich Lafer nicht aufhalten lassen: Er möchte noch zum höchsten Berg der Welt reisen.
Lafer: „Man darf nichts aufschieben“
„Ich habe Metastasen im ganzen Körper, da ist alles schwarz“, sagte Lafer. Heilbar sei der Krebs nicht, „aber man kann ihn eindämmen.“ Eine Prognose, wie viel Zeit ihm bleibe, gebe es nicht. „Das ist unterschiedlich. Ich habe heute von einem gehört, der nur ein Jahr überlebt hat, andere leben noch zehn Jahre gut damit“, sagte Lafer dem „Münchner Merkur“. Durch die Krankheit sei ihm bewusst geworden: „Man darf nichts aufschieben.“
Lymphdrüsenkrebs (Lymphom) ist ein Sammelbegriff für bösartige Erkrankungen des lymphatischen Systems, das zum körpereigenen Abwehrsystem gehört. Teil des Systems sind unter anderem Lymphknoten, Milz und bestimmte weiße Blutkörperchen (Lymphozyten). Bei Lymphomen wachsen diese Blutkörperchen unkontrolliert.
Hitze macht ihm zu schaffen
„Es ist ein Schicksalsschlag, man muss ihn nehmen, wie er ist, und das Beste daraus machen“, sagte Lafer auf der Veranstaltung in München der „Abendzeitung“. In dem Interview räumte er ein, dass ihm die Krebsdiagnose zu schaffen mache. „Am Anfang ging es mir besser damit, gerade bin ich in einer Krisenphase.“ Vor allem die Hitze setze ihm zu, sagte Lafer. „Neben der anderen Belastung ist die Temperatur herausfordernd.“
Lafer erreicht als TV-Koch bereits seit Jahrzehnten ein großes Fernsehpublikum, unter anderem mit den ZDF-Sendungen „Lafer! Lichter! Lecker!“ (2006-2017) und „Die Küchenschlacht“ (seit 2008).
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