Durch die Wahl seines Schlafplatzes hat sich ein in Wien gesuchter Messerangreifer quasi selbst überführt und an die Polizei ausgeliefert. Gleich zweimal hatte er Stunden zuvor mit einem Messer zugestochen, ein Opfer erlitt schwere Verletzungen, ein weiteres kam glimpflicher davon.
Nach Angaben der Polizei kam es zu den beiden Attacken im Bezirk Fünfhaus. Zunächst griff der Verdächtige, ein 23-jähriger Libyer, gegen 18.50 Uhr im Vogelweidpark einen Mann an. Diesen hatte er zuvor nach einem Joint gefragt. Als das Opfer verneinte, stach der mutmaßliche Angreifer zu und ergriff danach die Flucht. Der Schwerverletzte wurde ins Krankenhaus eingeliefert.
Zweiter Angriff um Mitternacht
Nur ein paar Stunden später, gegen Mitternacht, kam es zum nächsten Angriff, dieses Mal in der Denglergasse, nur einige Straßen vom ersten Tatort entfernt. Täter und Opfer gerieten in einen Streit, der Angreifer zückte abermals das Messer und griff an. Das Opfer kam mit oberflächlichen Verletzungen davon und wurde ebenfalls ins Krankenhaus eingeliefert.
Der Verdächtige suchte abermals das Weite und wählte schließlich als Ort für sein Nachtlager eine Garage – eine Entscheidung mit weitreichenden Folgen. Denn als ein Zeuge auf den Schlafenden traf, wurde die Polizei verständigt. Die herbeigerufenen Beamten erkannten den Tatverdächtigen wieder, der 23-Jährige wurde festgenommen. „Aufgrund des beeinträchtigten Zustandes des Beschuldigten war eine Vernehmung bisher nicht möglich“, teilte Polizeisprecher Philipp Haßlinger am Samstagvormittag mit. Die Ermittlungen laufen.
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