Großes Aber

Stadt sieht Stadion-Vorstoß der Vereine positiv

Steiermark
26.06.2026 15:30

Sturm und GAK wollen Baurecht in Liebenau, im Rathaus steht man dem Vorschlag überraschend aufgeschlossen gegenüber. Dennoch gibt es einen ziemlich großen Haken.

Große Wellen schlug die „Krone“-Story zum neuerlichen Vorstoß von Sturm und GAK in Sachen Grazer Stadion-Frage: Wie berichtet, wendeten sich die Klubchefs Christian Jauk und René Ziesler per Brief an Finanzstadtrat Manfred Eber (KPÖ). Darin machten sie den Vorschlag, das Baurecht in Liebenau zu übernehmen. Die Stadt würde Eigentümer bleiben und sich auch die 30 Millionen Euro für den Umbau sparen.

„Wir wollen eine tragfähige Lösung für den Profifußball in Graz. Wenn das von den Vereinen vorgeschlagene Baurechtsmodell dazu beitragen kann, stehen wir dieser Variante offen gegenüber“, antwortete gestern Eber. Eine überraschend positive Replik aus dem Rathaus. Doch es gibt ein großes Aber.

Will Finanzverwaltung Stadion verhindern?
„Entscheidend ist nicht die Rechtsform, sondern ein wirtschaftlich solides Gesamtkonzept“, fährt Eber fort. Erst auf dieser Grundlage können Fragen zu Betriebskosten, Finanzierung und „einer fairen Kostenverteilung“ seriös beantwortet werden. Doch wie die Vereine in ihrem Brief festhielten, fehlen dafür Unterlagen seitens der Stadt für die Pacht- und Betriebskosten. „Leider hat sich der Verdacht erhärtet, dass die Finanzverwaltung der Stadt deshalb die Zahlen nicht liefert, um mit dem Argument eines nicht ausreichenden Betriebskonzeptes die Investitionen zu blockieren“, schrieben Jauk und Ziesler weiter.

In der Stadion-Frage heißt es also weiter warten auf das erlösende Tor – aktuell ist es noch nicht in Sicht.

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