„Krone“-Kommentar

Keine Schlacht um „Stalingraz“

Kolumnen
27.06.2026 11:00

Wenn man den Umfragen glaubt, ist die Grazer Wahl eine „g‘mahte Wiesn“. Und zwar für die kommunistische Bürgermeisterin Elke Kahr und ihre linkslinke Koalition.

EINERSEITS hat es Frau Kahr eben geschafft, so etwas wie das freundliche Gesicht des Kommunismus zu sein, das dessen totalitäre Geschichte und Ideologie vergessen hat lassen. Ein „liabs Muatterl“ eben, wie die Steirer sagen würden. Deshalb könnte die Landeshauptstadt der blauen Mark tiefrot bleiben.

ANDERERSEITS hat Kahr es geschafft, die Schulden der Landeshauptstadt weiter wachsen zu lassen. Nicht geschafft hat sie hingegen eine Lösung der drängendsten Probleme der Stadt wie des Wohnungsproblems und der Verkehrsproblematik.

Und was die karitative Tätigkeit der Bürgermeisterin und ihrer kommunistischen Mitstreiter betrifft, ihr medienwirksamer Verzicht auf Teile ihres Polit-Einkommens, so ist mit voller Hose leicht stinken. Die KP dürfte nämlich mutmaßlich nach wie vor von jenem Vermögen zehren, das ihr die Sowjet-Armee bei ihrem Abzug aus dem Bereich der USIA-Betriebe hinterlassen hat. Und womöglich von Geldern, die die legendäre „rote Fini“ Steindling aus der DDR eingebracht hat.

Abgesehen davon ist das Grazer Stadt-Mütterchen nicht ohne List. Der Wahltermin ist nämlich sehr günstig für sie gewählt, da die linken Studenten noch in Graz sind und hingegen viel bürgerliches Publikum in Zeltweg beim Grand Prix weilt.

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