Nach 17 Jahren
Zugunglück Viareggio: Haft für Manager bestätigt
Die Urteile im Zusammenhang mit dem schweren Zugunglück in der italienischen Küstenstadt Viareggio im Juni 2009 mit 32 Todesopfern sind rechtskräftig. Der Oberste Gerichtshof wies die Einsprüche der Angeklagten zurück.
Damit bleiben die Haftstrafen von jeweils fünf Jahren gegen den ehemaligen Chef der Staatsbahn Ferrovie dello Stato und des Schienennetzbetreibers RFI sowie gegen zehn weitere Angeklagte aufrecht. Unter den Verurteilten befinden sich auch zwei österreichische Bahnmanager.
Der Ex-Chef der in Wien ansässigen Firma GATX Rail Austria GmbH – Eigentümerin des in Viareggio entgleisten und explodierten Kesselwaggons – wurde 2022 zu fünf Jahren und vier Monaten verurteilt. Jener Manager, der zum Zeitpunkt des Unglücks für die Flotte der Cargozüge von GATX Rail Austria zuständig war, erhielt dagegen fünf Jahre und sechs Monate Haft.
Unglück in Viareggio
Am 29. Juni 2009 war der Güterzug in unmittelbarer Nähe des Bahnhofs von Viareggio entgleist, woraufhin einer der mit Flüssiggas gefüllten Tankwaggons explodierte. Die Detonation und der anschließende Großbrand richteten im Zentrum der Stadt schwere Schäden an. Rund 1000 Menschen mussten in Sicherheit gebracht werden. Häuser stürzten ein, Autos gingen in Flammen auf. Die Unfallursache war möglicherweise ein Defekt an einem Rad.
Die Angeklagten, darunter auch einige deutsche Bahnmanager, wurden wegen fahrlässiger Tötung und Auslösung einer Brandkatastrophe verurteilt. Einigen von ihnen wurde auch vorgeworfen, Sicherheitsvorschriften verletzt zu haben. Die Angehörigen der Opfer begrüßten das Urteil.
Verfahren zieht sich seit 17 Jahren
Das Oberste Gericht in Rom hatte im Jänner 2024 die im Jahr 2022 zweitinstanzlichen Strafen für die Angeklagten bestätigt, jedoch wurde jedoch ein neuer Berufungsprozess in Florenz angeordnet. Dabei ging es lediglich um die strafmildernden Umstände, die den Angeklagten gewährt wurden.








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