Farbenprächtige Vogelart kehrt nach Österreich groß zurück und lässt sich auch verstärkt beim Windpark Kettlasbrunn im Weinviertel nieder. Es sei ein Beispiel dafür, dass Energiewende und Naturschutz Hand in Hand gehen.
Zwischen den Rotoren des Windparks Kettlasbrunn spielt sich eine berührende Erfolgsgeschichte der Natur ab. Wo seit Jahren 20 Windräder sauberen Strom für die Region erzeugen, haben nun auch seltene gefiederte Bewohner einen Lebensraum gefunden: die farbenprächtigen Bienenfresser. Mit ihrem leuchtenden Gefieder zählen sie zu den schönsten Vogelarten Europas. Einst waren die Zugvögel in Österreich eine Seltenheit, heute brüten wieder rund 4.000 Paare im Land. Einen wichtigen Beitrag dazu leistet eine eigens errichtete Brutwand im Windpark Kettlasbrunn. „Bienenfresser brüten in Brutröhren in Lehmwänden. Diese Brutwände bieten deshalb ideale Lebensräume für diese wunderschönen Vögel“, erklärt Landschaftsplaner Manuel Denner.
Die Nisthilfe ist nur ein Beispiel dafür, wie Energiewende und Naturschutz, die Hand in Hand gehen können. Seit drei Jahrzehnten setzt die EVN Naturkraft begleitende Ökoprojekte zu ihren Anlagen um. Mittlerweile werden mehr als 250 Hektar Ausgleichsflächen betreut – eine Fläche, die in etwa der gesamten Marillenkultur der Wachau entspricht.
Nicht nur Bienenfresser
Die Bandbreite reicht von Lebensräumen für den Wespenbussard über Schutzflächen für den Kiebitz bis hin zu großzügig angelegten Teichen für den Schwarzstorch. „In der Praxis wird nicht nur ein neuer Baum für einen alten gesetzt, sondern oft zwei oder drei. Auch Ersatzlebensräume werden größer gestaltet als die ursprünglich betroffenen Flächen“, betont EVN-Sprecher Stefan Zach. Hinter jedem Windpark würden heute ökologische Baubegleitung, Schutzmaßnahmen während der Bauphase und langfristige Pflegeprogramme stecken und zum Standard gehören.
„So sorgen wir nicht nur für wertvollen Ökostrom aus der Region, sondern leisten auch einen Beitrag zur Artenvielfalt und Biodiversität“, sagt Christian Stürbl von EVN Naturkraft. Während sich die Rotoren im Wind drehen, ziehen hoch über den Feldern die Bienenfresser ihre Kreise. Ein schönes Bild dafür, dass die Energiewende dann besonders erfolgreich ist, wenn auch die Natur profitiert.
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