Die Arbeiten am „Mirador“ in Krems laufen auf Hochtouren. Das 40 Millionen Euro teure Projekt soll wirtschaftlich auf eigenen Beinen stehen und kostendeckend betrieben werden.
Nur auf den ersten Blick wird mitten im Hochsommer in Krems das neue Hallenbad eröffnet. Doch beim Fest am 1. Juli muss die Badehose noch daheim bleiben. Wie berichtet, werden an diesem Tag bei freiem Eintritt ab 10 Uhr Führungen angeboten, ab 14 Uhr gibt es bis in die Abendstunden Musik und Kulinarik.
Zu sehen gibt es dann schon eine Menge: Sportbecken, Loftsauna und Infinitypool mit Blick in die Wachau – all das kann bereits besichtigt werden. Wer es ausprobieren möchte, muss sich noch etwas in Geduld üben. Spätestens mit 1. September soll der Vollbetrieb im 40 Millionen Euro teuren Bad starten.
Die Investition macht Sinn. Wir können ein Bad anbieten, das alle Stückerl spielt. Mit den Preisen liegen wir ganz klar unter jenen des Mitbewerbs.
Bürgermeister Peter Molnar
Für Verzögerungen sorgte unter anderem der Diebstahl von Kupferleitungen Ende des Vorjahres. Neben dem beträchtlichen Schaden geriet dadurch auch der Zeitplan mehrerer Handwerksbetriebe durcheinander. Zusätzlich wurde jene Firma insolvent, die für die Kühlgeräte des Restaurants zuständig war.
Fixiert wurden hingegen die Tarife. „Wir sind deutlich günstiger als vergleichbare Einrichtungen in der Region“, reagiert Bürgermeister Peter Molnar auch auf Kritik am Preisanstieg bei Jahreskarten. Besonders stolz ist man auf die günstigen Familienkarten. Je nach Ticket zahlen die Kleinen zwischen einem und fünf Euro Aufpreis.

Dennoch soll es gelingen, den laufenden Betrieb, der jährlich rund drei Millionen Euro kostet, mit einer schwarzen Null abzuschließen. Neben einer guten Auslastung – nicht zuletzt dank des touristischen Potenzials der Wachau – setzt die Stadt dabei vor allem auf das Restaurant. Dieses wird selbst betrieben und steht auch Nicht-Badegästen offen. Auch Veranstaltungen wie Clubbings sind in Zukunft geplant.
Ab Jahreswechsel wird zudem der bislang kostenlose Parkplatz vor dem Bad bis 18 Uhr gebührenpflichtig. „Wir werden sehr günstige Tarife schaffen“, kündigt Molnar an. Zudem werden in unmittelbarer Nähe rund 100 neue Parkplätze in der Grünen Zone geschaffen. Eine eigene Stadtbusstation wird dann im Frühjahr folgen. Anfang Oktober wird im Anschluss an die Freibadsaison zudem das alte Hallenbad abgerissen.
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