Gegen Argentinien

Das (Burgen-)Land steht hinter dem Nationalteam

Burgenland
22.06.2026 06:00

Public Viewing auf der Seebühne Mörbisch: Gemeinsam statt einsam den Burschen auf die Beine schauen, so das Motto beim Match Österreich gegen Argentinien.

Die heutige Partie gegen Argentinien ist vermutlich die einzige dieser Fußball-Weltmeisterschaft, die zu einer in unseren Breiten vernünftigen Zeit über die Bühne geht. 19 Uhr – die beste denkmögliche Sendezeit. Man wird sich in den Schanigärten sitzend auf die Zehen steigen, jeder Wirt, der nicht seines eigenen Geldes Feind ist, wird seinen Fernseher aufdrehen. Wer g’scheit war, hat sich dort längst den Platz reserviert. Und wer nicht, wenn er das Match lieber gemeinsam als einsam anschauen will?

„Besonderer Abend am See“
Auf der Seebühne in Mörbisch ist bereits ab 17 Uhr angerichtet. „Österreich gegen Argentinien ist ein Spiel, auf das sich viele Fußballfans besonders freuen“, sagt Landeshauptmann Hans Peter Doskozil. „Als langjähriger Partner des ÖFB wollen wir die Begeisterung für die Nationalmannschaft auch im Burgenland aufgreifen und den Fans einen besonderen Abend am Neusiedler See bieten. Dass nur mehr wenige Tickets verfügbar sind, spricht für das große Interesse an diesem Fußballabend. Die Seebühne Mörbisch bietet dafür einen Rahmen, der diesem besonderen Spiel gerecht wird.“

Didi Tunkel verspricht einen spannenden Fußballabend.
Didi Tunkel verspricht einen spannenden Fußballabend.(Bild: Maria Hollunder)

Von Hans Krankl bis zu Stefan Maierhofer
Didi Tunkel, der Geschäftsführer von Burgenland Tourismus, verspricht: „Wer am Montag auf die Seebühne kommt, kriegt nicht nur das Spiel auf einer großen LED-Wall zu sehen. Die Besucher erwartet ein Fußballabend mit Hans Krankl, Toni Polster und Stefan Maierhofer, regionaler Kulinarik, Gewinnspielen und Preisen, die man nicht jeden Tag gewinnt.“

Der Hauptpreis ist eine exklusive ÖFB-Kombireise für zwei Personen zu den Auswärtsspielen der österreichischen Nationalmannschaft gegen Irland am 1. Oktober 2026 und Kosovo am 4. Oktober 2026.

Niederlage? Ausgeschlossen!
Rot-goldene Polit-Prominenz glaubt an Punktgewinn 

Wenn heute, Montag, um 19 Uhr die WM-Partie gegen Argentinien angepfiffen wird, gibt es seitens der maßgeblichen burgenländischen „Teamchefs“, die im Brotberuf Mannschaften führen, keine zwei Meinungen: Niemand traut bei der „Krone“-Umfrage dem regierenden Weltmeister einen Sieg gegen die österreichische Fußball-Nationalmannschaft zu. Ist es gar verklärter Patriotismus?

Tipps der Politiker
Auf ein 1:1 tippen SPÖ-Landeshauptmann Hans Peter Doskozil, Landesrat Heinrich Dorner, ÖVP-Landesobmann Christoph Zarits, FPÖ-Landesobmann Alexander Petschnig und Burgenland-Tourismus-Chef Didi Tunkel. Die grüne Landeshauptmann-Stellvertreterin Anja Haider-Wallner und Landesrat Leonhard Schneemann orakeln ein 2:2.

Einzig Landtagspräsidentin Astrid Eisenkopf traut den Österreichern einen Sieg zu: „Wir gewinnen 2:1.“ Landesrätin Daniela Winkler enthält sich der Stimme, weil sie keine Fußballkennerin sei. „Aber ich drücke dem Team vor dem Fernseher die Daumen.“ Ebendies tun heute Doskozil, Schneemann, Eisenkopf, Zarits und Petschnig, die sich mit Freunden umgeben. Haider-Wallner, Dorner und Tunkel lassen sich beim Public Viewing in Mörbisch blicken.

Zitat Icon

Wir gewinnen 2:1! 

Landtagspräsidentin Astrid Eisenkopf

Wer schießt die Tore?
Was die rot-weiß-roten Torschützen gegen Messi & Co. betrifft, gehen Meinungen und Sympathien naturgemäß auseinander. Genannt werden Kalajdzic (Doskozil), Arnautovic, Sabitzer oder Schmid (Haider-Wallner), Gregoritsch und Chukwuemeka (Schneemann), Arnautovic (Dorner), Arnautovic und Sabitzer (Eisenkopf), Gregoritsch (Zarits), Arnautovic (Petschnig) und Gregoritsch (Tunkel).

Aufstieg für alle klar
Bezüglich Aufstieg ins Sechzehntelfinale ist man sich auch einig. Als Einziger traut Doskozil der Truppe von Ralf Rangnick „aufgrund der besseren Tordifferenz“ den Gruppensieg zu. Alle anderen gehen vom zweiten Platz aus. Der letzte Gegner am 28. Juni um 4 Uhr Ortszeit ist Algerien. Das ist ein Sonntag. Dem Vernehmen nach werden sich die burgenländischen Teamchefs den Wecker stellen.

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