Hohe Strafen drohen

Bei Hitze wird Auto schnell zur brodelnden Hölle

Tirol
22.06.2026 06:00

Heiß, heißer, Hitzewelle. Bis zum kommenden Wochenende klettert das Thermometer auf fast 40 Grad! Der Automobilclub ARBÖ warnt davor, Kinder oder Tiere im Pkw zurückzulassen, und verweist auf sehr hohe Strafen.

Die erste Hitzewelle des Jahres hat Österreich fest im Griff. Wer kann, flüchtet ins Freibad oder in die Berge. Der ARBÖ weist darauf hin, dass „Temperaturen jenseits der 30 Grad unsere Autos wieder in regelrechte Backöfen verwandeln, die speziell für vulnerable Gruppen wie Kinder, Senioren, chronisch Kranke oder Tiere lebensgefährlich werden können“.

Wer glaubt, dass ein geöffnetes Fenster oder eine vorüberziehende Wolkendecke Abhilfe schaffen, irrt sich. „Beides bietet keinen ausreichenden Schutz vor einer Überhitzung!“

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Ein geöffnetes Fenster oder eine vorüberziehende Wolkendecke bieten keinen Schutz!

Die Experten des ARBÖ

50 Grad und mehr im Wageninneren
Die Experten rechnen vor, dass bei einer Außentemperatur von 25 Grad das Thermometer im Inneren eines Fahrzeugs binnen weniger Minuten auf 35 Grad klettert. „Bei Außentemperaturen von 30 Grad sind im Wageninneren 50 Grad und mehr möglich“, mahnen sie.

Bis zu 40 Grad sind diese Woche möglich.
Bis zu 40 Grad sind diese Woche möglich.(Bild: Martin A. Jöchl)

Bei Tieren wird Gefahr oft verharmlost
Die Experten warnen ausdrücklich davor, Kinder oder Tiere im Auto zurückzulassen – und sei es nur für den berühmten „kurzen Sprung“ in den Supermarkt. „Gerade bei Tieren wird die Gefahr häufig verharmlost, obwohl die Autos für sie auch bei deutlich niedrigeren Außentemperaturen zu einer tödlichen Gefahr werden können.“

Wer ein Kind oder einen Vierbeiner im überhitzten Auto zurücklässt, muss mit Konsequenzen rechnen, warnt der ARBÖ. Bei Kindern können strafrechtliche Tatbestände wie fahrlässige Körperverletzung oder die Vernachlässigung von Schutzbefohlenen angelastet werden. Der Strafrahmen reicht von einer Geldstrafe bis hin zur Freiheitsstrafe.

Im Wiederholungsfall bis zu 15.000 Euro Strafe
Unterdessen drohen bei Tieren laut dem Tierschutzgesetz Geldstrafen von bis zu 7500 Euro, im Wiederholungsfall können es sogar bis zu 15.000 Euro sein. Darüber hinaus droht eine Anzeige wegen Tierquälerei.

Übrigens: Wie Daten des Hitze-Mortalitätsmonitorings der Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit zeigen, gab es im Vorjahr wegen der hohen Temperaturen in Tirol 36 Hitze-Tote zu beklagen. Bis zum Wochenende erwartet der Wetterdienst Ubimet Werte von bis zu 40 Grad!

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