Neuer FPÖ-Vorschlag

Debatte um „Radweg ins Nichts“ geht heiter weiter

Tirol
22.06.2026 09:00

Der berühmte Gehsteig bzw. „Radweg ins Nichts“ in Innsbruck liefert einmal mehr Schlagzeilen. FPÖ-GR Rudi Federspiel möchte eine sichere Variante von Schloss Ambras durch den Wald nach Lans und will die Radfahrer von der Igler Straße verbannen.

Der „Radweg ins Nichts“ zwischen Innsbruck und Aldrans sorgte im Oktober des Vorjahres für Hohn und Gelächter. Gemeint war damit ein 300 Meter langer Fußweg beim Kreisverkehr Innsbruck-Mitte entlang der L32 in Richtung Aldrans, der ganz plötzlich aufhört.

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Was soll man zu so viel Dilettantismus noch sagen? Ein Schildbürgerstreich der Sonderklasse!

FPÖ-GR Rudi Federspiel

Auf „Krone“-Nachfrage, was das denn soll, gab es lange Zeit keine Antwort. Neun Monate später schaut es dort immer noch gleich aus, doch zumindest gab es in der Vorwoche eine Antwort aus dem Landhaus: „Das Land und die Stadt setzen den Ausbau der Radinfrastruktur entlang der L32 Aldranser Straße fort. Nachdem bereits 2024 der erste Abschnitt inklusive Entwässerungsbecken fertiggestellt und 2025 die Unterführung bei der Autobahnrampe der A12 saniert wurde, startet nun die nächste Bauphase. Bis August 2027 wird der bergaufwärts führende Radweg von Innsbruck-Mitte bis Schloss Ambras fertiggestellt.“

„Bisher 4,62 Millionen Euro versenkt“
Für den Innsbrucker FP-Stadtparteiobmann GR Rudi Federspiel ist und bleibt diese Variante unbefriedigend. „Wir sind nun bei 4,62 Millionen Euro für ein konzeptloses Flickwerk, das nur aufwärts nutzbar ist, angekommen. Diese Radwegposse wird zum Millionengrab“, ärgert sich das blaue Urgestein. „Zuerst werde ein Radweg ins Nichts gebaut, nun soll dieser zumindest verlängert werden, nur um festzustellen, dass der Radweg nur bergauf benutzbar sein wird. “, so Federspiel weiter.

Würde man ein Radfahrverbot auf der Igler Straße erlassen, wäre das ein Segen für Busfahrer der ...
Würde man ein Radfahrverbot auf der Igler Straße erlassen, wäre das ein Segen für Busfahrer der Innsbrucker Verkehrsbetriebe.(Bild: Christof Birbaumer)

Dabei gebe es aus seiner Sicht eine viel bessere und wohl auch günstigere Lösung – und zwar von Amras zum Schloss Ambras und dann weiter durch den Wald über die Forstmeile zu Vogelhütte und Lanser Golfplatz. „Das wäre auch viel sicherer, als neben bzw. auf der Landstraße. Und gleichzeitig könnte man ein Radfahrverbot auf der Igler Straße erlassen – ebenfalls zur Sicherheit, aber auch für einen besseren Verkehrsfluss“, sagt Federspiel zur „Krone“. Vor allem für die Öffi-Busse stellen die Radfahrer zwischen Innsbruck und Igls eine enorme Herausforderung dar – weil man nur an wenigen Stellen überholen kann. Man wird sehen, ob sich am Ende vielleicht doch noch der Hausverstand durchsetzt.

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