Nach dem 7:1-Auftakterfolg über WM-Neuling Curaçao wartet am Samstagabend (ab 22 Uhr MEZ im Sportkrone-Liveticker) mit der Elfenbeinküste der erste Härtetest auf die deutsche Fußball-Nationalmannschaft. TV-Experte und Ex-DFB-Teamspieler Didi Hamann sprach im Vorfeld über seine Erwartungen und welchen DFB-Profi er trotz schwächelnder Form weiterhin in der Startelf sehen will.
Ex-Bayern-Profi Hamann bezeichnet die Elfenbeinküste als ein ganz anderes Kaliber als Curaçao. „Man muss erst einmal sieben Tore schießen, das hat noch kein anderes Team bei dieser WM geschafft. Aber die erste Partie war für Deutschland keine Standortbestimmung, erst die nächsten beiden Spiele gegen die Elfenbeinküste und Ecuador werden zeigen, wo Deutschland steht“, betonte Hamann in seiner WM-Kolumne für die „Münchner Abendzeitung“.
Leroy Sané muss liefern
Positiv gegen Curaçao aufgefallen seien dem streitbaren Analytiker jedenfalls die DFB-Spieler Florian Wirtz und Felix Nmecha. Leroy Sané hingegen habe erneut ein schwächeres Spiel gezeigt. Die Frage ist nun: Sollte DFB-Teamchef Julian Nagelsmann ihn aus der Startelf für das Spiel gegen die Elfenbeinküste nehmen?
Didi Hamann in seiner WM-Kolumne:
Hamann: „Ich sage: nein! Er muss ihn in der Startelf lassen. Aus Mangel an Alternativen wird er nicht drumherum kommen, auf Sané zu setzen. Nagelsmann hofft, dass Sané irgendwann explodiert – und das kann bei Sané immer passieren.“ Nur sollte es – laut Hamann – am besten in den nächsten ein, zwei Spielen passieren. „Ein Tor würde Sané sehr helfen“, so Hamann.
Aus Mangel an Alternativen wird er nicht drumherum kommen, auf Sané zu setzen.
Didi Hamann über DFB-Teamchef JUlian Nagelsmann
Duell um Gruppensieg
Fakt ist: Der Sieger dieses Duells steht fix in der K.o.-Phase. Allerdings würde beiden Teams nach ihren Auftaktsiegen in Toronto wohl bereits ein Remis reichen. „Ich finde schon, dass wir auf einem guten Weg sind. Trotzdem gibt es Dinge, die wir besser machen müssen gegen noch bessere Gegner“, appellierte Nagelsmann vor der Partie.
Es gebe keinerlei Veranlassung, „jetzt die Füße hochzulegen“, zog der DFB-Teamchef auf der Pressekonferenz gemeinsam mit Tormann-Routinier Manuel Neuer die Zügel weiter an. „Ich glaube einfach, dass es bei diesem Turnier, bei den Bedingungen, die ja vielleicht auch ein bisschen ähnlich wie in Brasilien sind, um den Extrameter geht“, bemerkte Neuer.
DFB vor Leipzig-Legionär Diomande gewarnt
Zumal – wie schon von Hamann erwähnt – die Elfenbeinküste eine andere Hausnummer als Curacao ist. Das haben die Westafrikaner gegen Ecuador (1:0) unter Beweis gestellt. Vor allem der 19-jährige Leipzig-Legionär Yan Diomande beeindruckte. „Sein Dribbling ist schon außergewöhnlich, er hat ein krasses Tempo“, meinte DFB-Kapitän Joshua Kimmich. „Das sind D-Züge“, sagte Antonio Rüdiger über die afrikanische Angriffsreihe. Für Wirbel der anderen Art sorgte Elye Wahi. Dem ivorischen Stürmer war zunächst von den kanadischen Behörden die Einreise verweigert worden. Wenig später dann die Wende bzw. das Happy End: Der 23-jährige Wahi, der in Frankreich offenbar mit Spielmanipulationsvorwürfen konfrontiert ist, darf doch nach Toronto.
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