Von Polizei gestoppt

Keine Samthandschuhe für jugendlichen Mopedlenker

Vorarlberg
19.06.2026 17:25
Porträt von Vorarlberg-Krone
Von Vorarlberg-Krone

Ein Fluchtversuch eines jugendlichen Mopedlenkers endete am Donnerstagabend in Ludesch in Vorarlberg mit einem rüden Stopp durch die Exekutive. Wie die Landespolizeidirektion Vorarlberg am Freitag mitteilte, hatte sich ein 15-Jähriger einer polizeilichen Anhaltung entzogen und damit einen größeren Einsatz ausgelöst.

Der Vorfall ereignete sich gegen 21 Uhr, als einer Zivilstreife ein Jugendlicher auffiel, der mit einem Moped ohne Kennzeichentafel unterwegs war. Die Beamten wollten ihn stoppen, doch der Teenager ließ sich davon nicht beeindrucken und ignorierte die Anweisungen beharrlich. Selbst das Einschalten von Blaulicht und Folgetonhorn bewegten ihn nicht zum Umdenken – stattdessen suchte er das Heil in der Flucht und rumpelte mit seinem motorisierten Zweirad über ein angrenzendes Feld.

Festnahme mit Körperkraft
Die Zivilstreife ließ sich aber nicht abschütteln und schaffte es schließlich, den flüchtenden Jugendlichen zu stoppen. Nach offiziellen Angaben der Polizei kam es dabei zu „keiner Berührung zwischen den Fahrzeugen“. Die anschließende Festnahme gestaltete sich jedoch robust: Der 15-Jährige wurde von den Polizeibeamten mit „Körperkraft zu Boden gebracht“. Im weiteren Verlauf der Amtshandlung habe sich der Jugendliche jedoch kooperativ verhalten, hieß es in der Mitteilung der Polizei.

Für den jungen Mann hat die nächtliche Flucht nun ein juristisches Nachspiel. Er wird wegen diverser Verwaltungsübertretungen bei der Bezirkshauptmannschaft Bludenz angezeigt, wobei ihm besonders der Fluchtversuch teuer zu stehen kommen könnte.

Polizei prüft den eigenen Einsatz 
Der Vorfall sorgt indes auch intern für Aufsehen. Da der Jugendliche von den Beamten physisch fixiert werden musste, hat die Landespolizeidirektion Vorarlberg eine umfassende Aufarbeitung und Prüfung der Amtshandlung eingeleitet. Entsprechende Berichte werden an die zuständigen Behörden übermittelt, die den Sachverhalt rechtlich beurteilen sollen. Seitens der Landespolizeidirektion wurde betont, dass man generell größten Wert auf eine objektive, transparente und rechtsstaatliche Aufarbeitung von Amtshandlungen lege. 

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