Zweites Jahr

In Kindergärten: „Qualität muss gesichert sein!“

Salzburg
20.06.2026 09:00

Vertreter der Berufsgruppe für Elementarpädagogik in Salzburg befürchten, dass die Forderung nach einem zweiten verpflichtenden Kindergartenjahr noch nicht ganz zu Ende gedacht ist. Grundsätzlich sei der Vorstoß aber positiv zu sehen. 

Jetzt soll es also fix sein: Die Bundesregierung tritt für ein zweites verpflichtendes Kindergartenjahr ein. Details zu Finanzierung und Umsetzung sind aber noch unausgegoren, wie die „Krone“ berichtete.

Die Berufsgruppe der Elementarpädagogen in Salzburg begrüßt das grundsätzlich, wenn auch die Grundidee aus Wien stammt. Ziel dort: Alle Kinder sollen vor dem Schuleintritt ausreichend Deutsch sprechen können. Das sei in Salzburg nur ein geringer Anteil, kennen die Pädagogen die Situation aus der Praxis.

Grundsätzlich sei der zusätzliche Ansturm bei einem zweiten verpflichtenden Jahr leicht zu bewältigen, heißt es. Immerhin werden laut Statistik Austria bereits jetzt 95,9 Prozent der Vierjährigen betreut. Bei den Fünfjährigen sind es 97,9 Prozent. Vorausgesetzt, das Stundenmaß konzentriere sich hauptsächlich auf die Vormittage.

Eines wollen die Vertreter der Berufsgruppe aber noch ergänzen: „Ein zweites Jahr macht nur Sinn, wenn die Kinder eine qualitativ hochwertige Bildung erleben.“ Die Politik müsse den Fokus auf mehr Qualität legen. Um und Auf sei dabei neben der Infrastruktur der richtige Personalschlüssel: Pro Gruppe sollen sich zwei ausgebildete Pädagogen und Zusatzkräfte um die Kinder kümmern. Wichtig: „Gute Qualität bieten!“ Erst dann könne man über ein zweites Jahr nachdenken.

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