Nach Gemeinde-Veto

Golfer: „Gingen beim Brunnen von Nutzwasser aus“

Salzburg
05.08.2026 07:00

Brunnen-Plänen des örtlichen Golfclubs erteilte die Gemeindevertretung in Henndorf am Montagabend eine einstimmige Absage. Sie holt sich nun Unterstützung durch einen Geologen und einen Anwalt. Ein Dialog soll nun eine Lösung für beide Seiten bringen. 

Eine klare Absage kassierte der Golfclub Gut Altentann nun von der Gemeinde Henndorf bezüglich seiner Pläne, einen eigenen Brunnen zu bohren. In einer von der Opposition einberufenen Sondersitzung der Gemeindevertretung wurden Einspruch und Beschwerde gegen eine wasserrechtliche Bewilligung einstimmig beschlossen. Ein Geologe und ein Anwalt werden die Gemeinde dabei unterstützen.

Die Gemeinde Henndorf kämpft immer wieder mit akuter Wasserknappheit.
Die Gemeinde Henndorf kämpft immer wieder mit akuter Wasserknappheit.(Bild: Markus Tschepp)

Beim Golfclub zeigt man sich auf „Krone“-Nachfrage zuversichtlich, eine gemeinschaftliche Lösung zu finden. „Wir haben eine legale Probebohrung durchgeführt, sind auf Wasser gestoßen, haben die Gemeinde informiert und das Ansuchen gestellt“, heißt es.

Dabei sei man allerdings immer von Nutzwasser und nicht von Trinkwasser ausgegangen. Und: Am Platz selbst sei ohnehin bereits viel in wassersparende Lösungen investiert worden. Der Club wolle sich aber zukunftssicher aufstellen – und das, bevor der Wasserbedarf akut wird: „Wir sind daran, eine gute Lösung zu finden. Das soll alles gut über die Bühne gehen“, heißt es vom Gut Altentann telefonisch.

Sollte der geplante Brunnen doch Trinkwasser fördern, könne dieses auch anders genutzt werden: „Es ist nie zu spät zu sprechen. Natürlich hätte man das gleich gemeinsam tun können.“

Ähnlich sieht das Henndorfs ÖVP-Bürgermeister Martin Köllersberger: „Uns sind die Betriebe auch wichtig. Wir wollen uns ja gemeinsam weiterentwickeln. Es ist aber Aufgabe der Gemeinde, die Wasserversorgung nicht zu gefährden.“ Wie das konkret aussehen kann, steht noch nicht fest. Verantwortliche des Clubs treffen sich in den kommenden zwei Wochen mit Bürgermeister und Wassermeister, um an einer Lösung zu arbeiten.

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