Gleich mehrere Muren löste der Starkregen am Dienstagabend in der Lungauer Gemeinde Muhr aus. Eine Zufahrtsstraße wurde bis zu zwei Meter hoch von Geröll verschüttet. Sowohl mehrere Einheimische als auch Gäste einer Almhütte waren am Mittwochmorgen noch im Tal eingeschlossen.
„Die Zufahrtsstraße nach Hintermuhr wurde im Bereich des Stausees komplett verschüttet“, sagt Lungaus Feuerwehrsprecher Thomas Keidel auf „Krone“-Anfrage. Kurz nach 18 Uhr rückten 25 Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Muhr zum Einsatz aus. „Anfangs wusste niemand, ob nicht vielleicht ein Auto verschüttet wurde“, so Keidel.
Vor Ort klärte die Feuerwehr sofort ab, dass sich keine Fahrzeuge unter der Gerölllawine befinden. Auch Verletzte gab es laut ersten Informationen bei dem Vorfall keine. Allerdings waren auch am Mittwochmorgen noch mehrere Haushalte und eine Almhütte von der Außenwelt abgeschnitten. „Gestern sind die Menschen nicht mehr aus dem Tal hinausgekommen“, sagt Keidel.
Noch am Abend startete die Gemeinde gemeinsam mit der Bezirkshauptmannschaft mit ersten Aufräumarbeiten. Die Feuerwehr unterstützte dabei unter anderem durch das Ausleuchten der Einsatzstelle für ein Baggerunternehmen.
Einfach war der Einsatz dabei nicht: „Es hat extrem geregnet und ist dann auch rasch finster geworden“, erzählt Keidel. Zudem werden Wetterextreme zunehmend immer stärker: „Die Wassermassen, die in kurzer Zeit heruntergekommen sind, kann der Boden nicht mehr aufnehmen. Was nicht niet- und nagelfest ist, wird dann von den Bergen hinunter mitgenommen.“
Wie lange die Aufräumarbeiten noch dauern werden und wann die Straße wieder befahrbar ist, war vorerst noch nicht klar. Im Normalfall sollten die Arbeiten aber im Laufe des Tages abeschlossen werden können.
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