08.09.2014 10:16 |

Hawking warnt

"Gottesteilchen" könnte das Universum zerstören

Im Juli 2012 wurde am Kernforschungszentrum CERN ein neues Elementarteilchen entdeckt, bei dem es sich um das seit Langem fieberhaft gesuchte Higgs-Boson – auch "Gottesteilchen" genannt – handeln könnte. Astroforscher-Star Stephen Hawking warnt jetzt in einem Buch allerdings vor dessen weiterer Erforschung, denn es könnte das Universum zerstören, berichtet die "Sunday Times".
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In dem Buch mit dem Titel "Starmus, 50 Years of Man in Space", einer Sammlung von Vorträgen verschiedener bekannter Wissenschaftler und Experten, schreibt der an ALS leidende Hawking (kleines Bild): "Das Higgs-Potenzial hat die beunruhigende Eigenschaft, dass es bei Energien von über 100 Milliarden Giga-Elektronenvolt (GeV) metastabil wird. Das könnte zur Folge haben, dass das Universum einen katastrophalen Vakuum-Abfall erlebt, während sich eine Blase echten Vakuums mit Lichtgeschwindigkeit ausdehnt."

Das, so berichtet die "Sunday Times", würde zu einem plötzlich Kollaps von Raum und Zeit führen, der letztlich zur Zerstörung des Universums führe. Allerdings, so schränkt Hawking zynisch ein, werde das "leider nicht in naher Zukunft" passieren, denn die Energie in den derzeit existierenden Teilchenbeschleuniger (etwa dem Large Hadron Collider am CERN, Anm.) sei dafür viel zu gering.

Um ein Higgs-Boson auf ein derart hohes Energielevel zu bringen, bräuchte man nach derzeitigem Stand der Technik einen Beschleuniger, der größer als die Erde ist, schreibt Hawking, der durch populärwissenschaftliche Bücher über moderne Physik auch einem breiten Publikum außerhalb der Fachwelt bekannt geworden ist.

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