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Teheran: Werden Maut in Straße von Hormuz einheben

Außenpolitik
18.06.2026 07:47

Gemäß dem kürzlich unterzeichneten Rahmenabkommen zwischen den USA und dem Iran soll die Straße von Hormuz ab Freitag geöffnet sein. Geht es nach dem Regime in Teheran, wird die Durchfahrt aber bald etwas kosten: Nach 60 Tagen sollen Schiffe eine „Servicegebühr“ blechen.

Eine solche Maut werde man in einem endgültigen Friedensabkommen mit den USA festschreiben, bekräftigte der iranische Chefunterhändler Mohammed Bagher Ghalibaf im Staatsfernsehen. Nach der 60-tägigen Phase zur Aushandlung eines endgültigen Abkommens werde sein Land bei der für den weltweiten Ölhandel essenziellen Meerenge „nicht zu den Vorkriegsbedingungen zurückkehren“, betonte er.

Deal ist Beleg für „Scheitern der USA“
„Der Iran hat das Recht auf Souveränität über die Straße von Hormuz und natürlich werden wir eine Servicegebühr erhalten“, sagte Ghalibaf. Zugleich betonte er, dass sein Land das Rahmenabkommen für einen Friedensschluss mit den USA als Erfolg für sich verbuche. „Die Vereinbarung ist ein Beleg für das Scheitern der USA“, sagte er.

Blockade wird aufgehoben
Im Text des Rahmenabkommens, das von den USA am Mittwoch veröffentlicht wurde, ist die komplette Aufhebung der Seeblockade innerhalb von 30 Tagen ab Unterzeichnung festgeschrieben. US-Präsident Donald Trump erklärte, dass er die Aufhebung der Blockade iranischer Häfen angeordnet habe und die Straße ab Freitag wieder geöffnet werde. Ein hochrangiger iranischer Regierungsvertreter bestätigte, dass die Passage nach der Unterzeichnung wieder für alle Handelsschiffe offen sein soll.

Unentgeltlich „nur für 60 Tage“
Wortwörtlich steht im Abkommen weiter, dass der Iran Vorkehrungen „für die sichere und unentgeltliche Durchfahrt von Handelsschiffen für nur 60 Tage“ treffen wird. Danach werde man mit dem Oman verhandeln, „um die künftige Verwaltung und maritime Dienste in der Straße von Hormuz zu bestimmen“. Diese Formulierung bedeute, dass der Iran wieder „Gebühren für Seeverkehrsdienste“ verlangen werde, meldete die iranische Nachrichtenagentur Fars bereits am Montag. Diese Dienste würden „Sicherheits-, Navigations-, Umwelt- und Versicherungsdienstleistungen“ umfassen.

Iran hob bereits Gebühren ein
Bereits während der langen Blockade der Straße von Hormuz im Frühling verlangte das Mullah-Regime Maut von durchfahrenden Handelsschiffen. Das rief auch Betrüger auf den Plan, die das Chaos nutzten, um gefälschte Passierscheine zu verkaufen.

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