Am Freitag wollten die USA und der Iran sich treffen, um die Verhandlungen für eine endgültige Einigung aufzunehmen – doch US-Vizepräsident JD Vance sagte die Reise nach Europa nun kurzfristig ab. „Die Logistik für diese Verhandlungen war noch nie einfach oder vorhersehbar“, erklärte dazu ein Regierungssprecher.
Ein US-Regierungsbeamter erklärte der Deutschen Presse-Agentur am späten Donnerstagabend, dass Vance in der Nacht auf Freitag (Ortszeit) nicht wie ursprünglich vorgesehen in die Schweiz fliegen werde.
Ob oder wann die Reise stattfinden soll, blieb zunächst unklar. Eigentlich war vorgesehen, dass sich Delegationen aus dem Iran und den USA bereits heute Freitag nahe Luzern treffen, um über ein dauerhaftes Ende des Krieges zu verhandeln. Vance sagte später, die Verhandlungen würden stattfinden, ließ aber den Zeitpunkt offen. „Unser Plan ist es, in die Schweiz zu fahren. Ich weiß nicht genau, wann.“ Er gehe davon aus, dass die technischen Verhandlungen irgendwann an diesem Wochenende starten könnten.
Viele Unsicherheiten über Format des Treffens
Nach der Unterzeichnung der Absichtserklärung zur Beendigung des Krieges beginnt nun der schwierige Teil. Am Donnerstag bestanden noch viele Unsicherheiten über das Format dieses Treffens. Das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA), das das Protokoll begrüßte, versicherte jedoch, die Vorbereitungen mit den beiden Ländern und den pakistanischen und katarischen Vermittlern liefen weiter.
Ursprünglich war dieses Treffen zur Unterzeichnung des „Memorandums von Islamabad“ vorgesehen, das nach monatelangen Auseinandersetzungen zwischen Washington und Teheran errungen worden war. Die elektronische Paraphierung durch den US-Präsidenten Donald Trump und den iranischen Präsidenten Massud Peseschkian am Mittwochabend veränderte jedoch die Ausgangslage.
Nun spricht der pakistanische Vermittler nur noch von einer Zeremonie zum Gedenken an die Unterzeichnung, aber auch vom Beginn 60-tägiger Verhandlungen. Der Premierminister Pakistans sagte seinen Besuch in der Schweiz nach dem Inkrafttreten des Protokolls ab. Der neue starke Mann des iranischen Regimes, Parlamentspräsident Mohammed Ghalibaf, könnte jedoch anreisen. Die Schweiz dürfte ihrerseits auf Stufe Bundesrat vertreten sein.
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