Menschen aus 45 der 48 Nationen, die bei der Weltmeisterschaft antreten, leben im Bundesland. Die „Krone“ hat sich in der internationalen Community umgehört. Eines eint dabei beim Fußball-Großereignis fast alle von ihnen: die Leidenschaft für das Fußball-Großereignis.
König Fußball bringt die Menschen zusammen – und das nicht nur auf dem internationalen Parkett. So leben alleine in Salzburg knapp 574.000 Menschen. Von den 48 Ländern, die bei der Weltmeisterschaft um Tore und Punkte rittern, sind 45 vertreten.
„Es ist für alle Nationen ähnlich. Alle wollen gewinnen“, erzählt der Brasilianer Valdo Silva Carneiro e Silva. In Brasilien sei das vielleicht sogar noch extremer, als in anderen Ländern: „Bei einem Sieg bleibt der Alltag kurz stehen. Das ist schon fast wie ein kleiner Karneval und die Städte stehen still“, so der Capoeira-Meister.
Wenn Brasilien gewinnt, bleibt der Alltag kurz stehen. Das ist fast wie ein kleiner Karneval. Bei den Spielen sitzt jeder vor dem Fernseher und es ist fast nicht möglich, währenddessen etwa ein Taxi zu bekommen.

Valdo Silva Carneiro e Silva
Capoeira-Meister aus Brasilien
Bild: Novo Capoeira
„Beim Fußball macht es keinen Unterschied, welche Hautfarbe die Menschen haben“, sagt der Ghanaer Saliah Razak – besser bekannt als singender Obus-Fahrer „Sally Goldenboy“ – zum Weltereignis. „Hauptsache wir feiern zusammen und teilen unsere Begeisterung. Fußball hat überall die gleiche Sprache.“
Für mich gilt beim Fußball: Dabeisein ist alles. Auch heuer sitze ich mit Freunden vor dem Fernseher und fiebere mit Ghana mit. Hauptsache wir feiern zusammen und teilen die Begeisterung für den Sport.

Saliah Razak
Busfahrer aus Ghana
Bild: zVg
„Schauen normalerweise mit Familie und Freunden“
Ähnlich ist das auch im Iran: „Etwa 70 bis 80 Prozent der Leute sind Fußballfans. Wir kommen normalerweise mit der Familie und Freunden zusammen und schauen gemeinsam“, so Shayan Jalilpour. In Salzburg findet es der Wissenschafter schwieriger, die Spiele gemeinsam zu genießen – was auch an den Übertragungszeiten der Matches in den USA, Kanada und Mexiko liegt.
Fußball ist für die Iraner sehr wichtig. Etwa 70 bis 80 Prozent sind Fans. Ich sehe diesen Sport immer als etwas Soziales. Im Iran schauen wir Spiele gemeinsam mit Familie und mit Freunden.

Shayan Jalilpour
Wissenschafter aus dem Iran
Bild: zVg
Silva Carneiro e Silva bereiten genau diese späten Spiele ebenfalls Schwierigkeiten. Das nächste Match seiner Seleção sei immerhin in der Nacht auf Samstag – und damit einladender als unter der Woche. „Beim 1:1 gegen Marokko waren die Brasilianer sehr traurig. Unser Land vertreten Top-Spieler. Es wird erwartet, dass sie gewinnen.“ Ein Sieg sei wie ein Geschenk für das ganze Land und kompensiere sogar Alltagsschwierigkeiten.
Das 2:2 des Irans gegen Neuseeland im ersten Spiel macht auch die Iraner etwas nervös: „Belgien und Ägypten sind unsere weiteren Gegner und im Fifa-Ranking viel höher eingestuft. Wir haben jetzt niedrige Erwartungen, aber wir halten zu unserem Team.“
Grund zum Jubeln hatte hingegen in der ersten Runde Razak. Ghana schaffte es, Panama mit 1:0 zu bezwingen. „Es war kein gutes Spiel“, sagt der Ghanaer, der zwischendurch auch Österreich gerne die Daumen drückt, offen. Aber: „Immerhin haben wir das Match gewonnen.“
Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.