2:0 gegen „Socceroos“

2. Sieg im 2. Spiel! USA stürmt in die K.o.-Runde

Da waren‘s auch schon zwei – nach Gastgeber Mexiko am Vortag hat nun auch Gastgeber USA den Einzug ins Sechzehntelfinale der Fußball-Weltmeisterschaft 2026 fixiert! Im Duell zweier bereits am ersten Spieltag siegreicher Teams setzten sich die „Soccer Boys“ vor rund 69.000 Zuschauern im Seattle Stadion gegen Australien klar mit 2:0 durch. Mit den nun sechs Punkten ist das US-Team nicht mehr von den Aufstiegsplätzen in Gruppe D zu verdrängen – aber auch Australien hat allein dank des Sieges gegen die Türkei zum Auftakt gute Chancen auf ein Weiterkommen ...

„Never change a winning team” bzw. „Verändere niemals ein siegreiches Team“ – es würde nicht überraschen, wenn US-Trainer Mauricio Pochettino auch gegen Australien auf die gegen Paraguay so erfolgreich aufgelaufene Startelf gesetzt hätte, allein: Das konnte er nicht! Ausgerechnet bei Offensiv-Tausendsassa Christian Pulisic erwies sich eine Wadenblessur als zu hartnäckig, der Star der AC Milan fehlte komplett, fand nicht einmal Platz auf der Ersatzbank. Für Pulisic rückte Ex-Augsburg-Stürmer Ricardo Pepi in die erste Elf, am Richtung Spitze variablen 3-4-2-1-System rüttelte Pochettino dagegen nicht.

Das Team der USA
Das Team der USA(Bild: AP/Associated Press)
Das Team von Australien
Das Team von Australien(Bild: AP/Associated Press)

Australier ohne Torschützen der Auftaktpartie
Und aufseiten der Australier? Da gab es von Coach Tony Popovic sogar zwei Änderungen gegenüber der Türkei-Partie: Connor Metcalfe und Nestory Irankunda, die beiden Torschützen, wurden hinausrotiert, rein kamen dafür Matthew Leckie und Nishan Velupillay. An der Grundformation mit Dreier- bzw. Fünferkette hinten und dem GAK-Legionär Jacob Italiano auf der Außenbahn gab es hingegen keine Änderung.

Anders als etwa beim jüngsten Superbowl – den übrigens passenderweise die normal im heutigen Match-Stadion beheimateten Seattle Seahawks gewonnen hatten – gab es unmittelbar nach dem Verklingen der US-Hymne keinen Überflug hochmodernster Kampf-Jets, vier im Tiefflug übers Lumen Field fliegende Hubschrauber machten gerade für die Heimfans aber auch etwas her. Genauso wie die US-Boys am Feld, die abgesehen vom ersten Torabschluss durch den Australier Mohamed Touré nach 40 Sekunden, das Heft umgehend in die Hand nehmen konnten – und auch behielten.

(Bild: AFP/JAMIE SQUIRE)

Eigentor leitet Sieg der US-Boys ein
Obwohl sich die Pochettino-Elf gar nicht großartig mit vorsichtigem Ballgeschiebe herumschlug, erarbeitete sie sich schnell eine krasse Überlegenheit in Sachen Ballbesitz (zeitweise 70 Prozent und mehr!), die „Socceroos“ waren gegen den Ball in einem 5-5-0 zwar unter Dauerdruck, große Torchancen konnten sie aber über weite Strecken spätestens im zweiten Versuch verhindern. Von daher kann es beinahe logisch erscheinen, dass die USA ihre frühe Führung in Minute 11 einem Eigentor der gelb-gewandeten Australier zu verdanken hatten.

Von Antonee Robinson die Outlinie entlang nach vorne geschickt, sprintete Folarin Balogun seinen Gegenspieler Jordan Bos nach allen Regeln der Lauf-Kunst nieder und passte an der Grundlinie angekommen letztlich scharf zur Mitte – Cameron Burgess wollte vor Pepi retten, schoss den Ball aber stattdessen ins eigene Tor. Ein unglücklicher Treffer aus Sicht der Australier, aber kein unverdienter …

(Bild: AP/Abbie Parr)

Erst Kopfschmerzen bei, dann Kopfball-Tor von Freeman
Wirklich große Aufreger blieben in der Folge in Hälfte 1 Mangelware, so sehr man sich als US-Fan wohl am grundsätzlich druckvollen Offensiv-Spiel der Hausherren ergötzen mochte – die Topchancen fehlten, auch dank der umsichtigen Abwehrreihen. Ohne deren gute Block- und Grätscharbeit hätten etwa US-Mann Weston McKennie mit dem Kopf (13.) oder „Socceroo“ Velupillay (23.) vielleicht eingenetzt.

Nachdem sich Alex Freeman und Paul Okon-Engstler bei einem Zusammenprall gegenseitig Kopfschmerzen bereitet hatten (beide konnten nach einer kurzen Pause weitermachen!), sorgten Balogun und Co. kurz vor dem Pausenpfiff noch für Kopfschmerzen bei Australien-Coach Popovic: Nach einem Freistoß rechts des Strafraums nahe der Grundlinie kam Sergiño Dest aus 17 Metern zentral zum Abschluss, den Bogenlampen-artig abgefälschten Schuss köpfelte (!) schließlich Freeman, dem von dem Zusammenprall Minuten zuvor womöglich noch der Schädel brummte zum 2:0 ein (44.). Eine zunächst angezeigte Abseitsstellung wurde vom VAR als Irrtum aufgeklärt …

Vor allem vom offensiven Auftreten seiner Mannschaft – oder besser: vom fehlenden – enttäuscht, reagierte Australien-Coach Popovic für die zweite Spielhälfte mit einem Dreifach-Tausch. Und tatsächlich: Dank Jason Geria (für Eigentor-Schütze Burgess), Irankunda (für Touré) sowie Connor Metcalfe (für Velupillay), früheren Anlaufens und ihrer 2:0-Führung nun etwas zurückhaltenderen US-Amerikanern konnten die gelben Männer aus „Down Under“ die Partie nun offener gestalten. Eine Schrecksekunde mussten sie kurz nach Wiederanpfiff aber dennoch überstehen, als Balogun nach einem Adams-Pass allein Richtung Australien-Tor lief, seinen zunächst vielmetrigen Vorsprung aber einbüßte, je näher er an Goalie Patrick Beach herankam – und prompt eingeholt wurde, bei seinem Abschlussversuch von Alessandro Circati gestört (52.).

US-Team lässt Dominanz der ersten Hälfte vermissen
Totaler Kontrollverlust war es für das US-Team in der Folge zwar keiner, aber zumindest mit der Dominanz der ersten Spielhälfte war es nun vorbei für die Hausherren. Gleich vorweg: Eine echte Hundertprozentige ließ trotzdem noch lange auf sich warten. Einen Vorgeschmack lieferte immerhin der eingewechselte Irankunda, der mit einem Energieanfall über rechts bis in den Strafraum vordrang und dann perfekt auf Cristian Volpato zurücklegte – der zielte aber zu weit drüber (63.).

Nestory Irankunda (gelb-gewandet)
Nestory Irankunda (gelb-gewandet)(Bild: AP/Manu Fernandez)

Von Minute zu Minute wurde die Partie nun zerfahrener, Aktionen wurden wiederholt früh – auch nicht unbedingt regelkonform – im Ansatz „ermordet“. Kontrollierter Spielaufbau wurde immer mehr zum Fremdwort. In Minute 85 gab es dann doch noch einmal eine große Riesenmöglichkeit für die Australier: Nach einer Hereingabe von links kam Geria zum Schuss, doch Adams blockte den Ball mit beinahe todesmutigem Einsatz noch ab. Freilich: Weil Circati seine Hände nicht regelkonform eingesetzt hatte, wäre einem Treffer sowieso die Anerkennung verwehrt worden.

Schiri Zwayer sorgt für letztes „Highlight“ der Partie
In der Nachspielzeit sorgte dann auch Schiri Zwayer selbst für eine Unterbrechung der inzwischen ohnehin schwer zerfahrenen Partie, in der Australien ein eigentümlich kraftloses – weil chancenloses – Powerplay aufzog: Ein Krampf ließ den Deutschen für ein paar Minuten am Rande einer späten Zwangsauswechselung erscheinen. Doch er biss sich durch und brachte das Spiel regulär über die Runden. Genauso wie die US-Amerikaner ihren Sieg – und damit den Aufstieg ins Sechzehntelfinale …

Das Ergebnis:
USA – Australien 2:0 (2:0)
Seattle, Lumen Field, 69.925 Zuschauer, Schiedsrichter Felix Zwayer (GER)

Tore: 1:0 (11./ET) Burgess, 2:0 (44.) Freeman

Gelbe Karten: Robinson, Balogun, Richards bzw. Bos, Circati, Souttar, Italiano

USA: Freese – Freeman, Richards, Ream, Robinson (80. Trusty) – McKennie (96. Reyna), Adams, Tillman – Dest (80. Scally), Balogun (96. Wright), Pepi (74. Berhalter)
Australien: Beach – Italiano, Circati, Souttar, Burgess (46. Geria), Bos – Leckie (61. Volpato), O‘Neill, Okon-Engstler (78. Irvine), Velupillay (46. Metcalfe) – Toure (46. Irankunda)

Loading...
00:00 / 00:00
Abspielen
Schließen
Aufklappen
kein Artikelbild
Loading...
Vorige 10 Sekunden
Zum Vorigen Wechseln
Abspielen
Zum Nächsten Wechseln
Nächste 10 Sekunden
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
Loading
Kommentare Banner - Die Stimme Österreichs
Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.

KMM
Top 3
Kostenlose Spiele
Vorteilswelt

Magazine der Kronen Zeitung