Doch keine Rettung für die Bergbahnen in Abtenau in Salzburg! Der Raiffeisenverband zog sein Angebot zurück, weil einer von sechs Grundbesitzern nicht unterschrieb. Jetzt ist der Konkursverwalter am Zug.
Gescheitert! Diese Nachricht war am Mittwoch für Abtenau und die gesamte Region ein herber Schlag. Weil der Raiffeisenverband die Karkogelbahn, die mit 4,47 Millionen Euro an Forderungen in die Insolvenz geschlittert war, sanieren wollte, hatte man zu früh aufgeatmet. Denn es begann sich alles zu spießen: Einer von sechs Grundbesitzern verweigerte die Unterschrift. Er wollte einem Kündigungsverzicht bis 2045 nicht zustimmen. Und Raiffeisen zog den Plan schließlich ganz zurück.
In der Region ist die Betroffenheit groß: „Heute ist ein schwarzer Tag für Abtenau. Vielleicht haben wir Glück, dann gibt es jemanden, der die Lifte aus der Konkursmasse heraus kauft und weiterbetreibt. Aber da hab‘ ich wenig Hoffnung. Der Betrieb ist mit dem heutigen Tag gerichtlich geschlossen, das betrifft auch die Sommerrodelbahn“, so Franz Pendl, Geschäftsführer der Abtenauer Bergbahnen.
Wir nehmen mit großem Bedauern zur Kenntnis, dass mit den Grundeigentümern keine Einigung zustande genommen ist.
Siegfried Kämmerer, Raiffeisenverband
Und Bürgermeister Johann Schnitzhofer meint dazu enttäuscht: „Das Ganze ist sehr überraschend gekommen. Raiffeisen war immer der einzige Interessant. Ich weiß nicht, wie es jetzt weitergeht. Wir werden alles unternehmen und weiter Gespräche führen.“
Konkursverwalter Markus Stranimaier: „Meine Verpflichtung ist jetzt die bestmögliche Verwertung. Ich bin heute echt geknickt, weil ich in den letzten Wochen sehr viel Herzblut in die Sache investiert habe.“ Auch bei einem geschlossenen Betrieb könnte es noch einmal in eine Sanierung gehen. Die Chancen, dass die Bahn noch einmal ihren Betrieb aufnehmen könnte, schätzt aber auch er als äußerst gering ein.
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