Kein Regen in Sicht

Salzburgs Gemeinden trocknen immer weiter aus

Salzburg
06.08.2026 07:00

Immer mehr heimische Gemeinden rufen die Bevölkerung zum Wassersparen auf. In vielen Orten geht es teils schon an die knappen Reserven, Bauern kämpfen um ihre Ernten und im Innergebirg müssen Landwirte schon mit Wasser versorgt werden. So manche Orte haben schon auf die Situation reagiert.

Der fehlende Regen und die große Hitze lassen die Wasserstände der Quellen und Brunnen in den Gemeinden sinken. Viele Orte haben daher die Bevölkerung zum Wassersparen aufgefordert. In den Gärten soll etwa kein Trinkwasser verschwendet werden. „Wenn jetzt noch nicht in den Köpfen drinnen ist, dass das Wasser knapp ist, dann haben alle was falsch gemacht“, sagt die Nußdorfer Bürgermeisterin Waltraud Brandstetter (ÖVP). Bei ihr in der Gemeinde ist es knapp, nur durch Notversorgung aus Oberndorf geht es sich noch aus.

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Wir haben jetzt bauliche Änderungen beim Leitungsnetz gemacht. Damit ist die Situation besser, aber gespart werden muss weiter.

Michael Schwarzmayr

Von einer „angespannten Lage“, spricht Cornelia Ecker (SPÖ), Ortschefin in Bürmoos. Etwas beruhigt hat sich die Lage wieder in Mattsee. Der Ort wäre vor einem Monat, wie berichtet, fast ohne Wasser gewesen, weil andere Gemeinden in der Umgebung schon zu viel verbraucht hatten. „Wir haben kleine bauliche Änderungen in der Leitung vorgenommen. Jetzt ist es besser“, erklärt Bürgermeister Michael Schwarzmayr (SPÖ).

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Ein Gewitter kann der Boden nicht mehr aufnehmen. Zwei bis drei Regenfälle wären besser, aber sind immer noch zu wenig, um die Speicher zu füllen.

Johann Winklhofer

Seit Längerem ist die Lage in Berndorf angespannt. Da hat die Wassergenossenschaft vor Wochen auf die „eiserne Reserve“, den Tiefbrunnen, zurückgegriffen. Dieser war seit Jahren nicht mehr am Wassernetz angeschlossen.

In Mattsee wird Brauchwasser in Tank zum Gießen am Friedhof geliefert, um wertvolles Trinkwasser ...
In Mattsee wird Brauchwasser in Tank zum Gießen am Friedhof geliefert, um wertvolles Trinkwasser zu sparen.(Bild: Markus Tschepp)

Gemeinden werden bald neue Maßnahmen überlegen müssen, wenn die Trockenheit weiterhin anhält. Mattsee hat bereits reagiert und auf dem Friedhof Brauchwasserbehälter aufgestellt, mit denen die Gräber gegossen werden – Trinkwasser wird gespart.

In der Gemeinde Wals-Siezenheim werden die Ortsbauern zum Rationieren aufgefordert. In der Nacht von zwei bis acht Uhr bleibt der Wasserhahn gesperrt. „Ein Großteil der Bauern ist darauf angewiesen“, berichtet Gemüsebauer Johann Winklhofer aus Viehhausen. Es steht teilweise nur noch ein Viertel der Ressourcen zur Verfügung. Laut Winklhofer kann der trockene Boden die Wassermassen eines Gewitters gar nicht mehr aufnehmen. Im Pongau und Pinzgau müssen Bauern schon teils durch die Feuerwehren mit Trinkwasser versorgt werden.

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