Sie Serie von Einbrüchen mittels ätzender Säure in Wien reißt nicht ab. Seit Februar ereigneten sich bereits zahlreiche Wohnungseinbrüche dieser Art. Nun wurden zwei weitere Fälle in einem Mehrparteienhaus in Wien-Ottakring bekannt. Das LKA Wien ermittelt.
Das Landeskriminalamt Wien ermittelt weiterhin wegen einer Serie von Wohnungseinbruchsdiebstählen, bei denen sich bislang unbekannte Täter mittels ätzender Säure Zutritt zu Wohnungen verschaffen.
Zahlreiche Fälle seit Februar
Bereits zwischen Februar und April dieses Jahres ereigneten sich acht gleich gelagerte Fälle in den Bezirken Landstraße, Wieden, Favoriten und Meidling. Im Juni wurden zwei weitere, mutmaßlich derselben Täterschaft zuzuordnende Fälle in Margareten und Döbling angezeigt. Im Zeitraum vom 17. bis 22. Juli 2026 kam es in Favoriten zu fünf weiteren Einbruchsdiebstählen und zuletzt im Bezirk Donaustadt mit der Säure.
Täter setzten wohl Salpetersäure ein
Nun wurden zwei weitere Fälle in einem Mehrparteienhaus in Wien-Ottakring bekannt. Ein Bewohner bemerkte am Samstag, 8. August, Beschädigungen und Flüssigkeitsrückstände an den Schlössern zweier Wohnungstüren und verständigte die Polizei. Beamte der Polizeiinspektion Rötzergasse stellten an bei den Türschlössern entsprechende Spuren fest. Nach derzeitigem Ermittlungsstand dürfte es sich um Salpetersäure handeln.
Polizei warnt Bevölkerung
Das Landeskriminalamt Wien führt die Ermittlungen mit Hochdruck fort. Die Wiener Polizei ersucht um besondere Aufmerksamkeit und warnt die Bevölkerung: Beim Vorfinden von Flüssigkeiten an der Eingangstür solle man den Kontakt mit der Haut unbedingt vermeiden. Es könne sich dabei um Salpetersäure handeln, die auf Haut, Atemwege und Schleimhäute eine ätzende Wirkung hat. Wer bereits mit der Säure in Kontakt gekommen ist, soll die betroffene Körperstelle laut Polizei sofort mit klarem Wasser abspülen und dabei weder Seife noch andere Zusätze verwenden. Anschließend soll unverzüglich der Polizeinotruf 133 verständigt werden.
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