Beim IV-Empfang in Matrei am Brenner legte Tirols Präsident Max Kloger klare Forderungen auf den Tisch. Es gab aber auch Lob für die Politik.
Einmal mehr klare Worte gab es beim Industrieempfang in Matrei von Tirols IV-Präsident Max Kloger. „Wenn Österreich wieder zur ersten Liga der Industrienationen gehören will, muss der Anspruch an der wirtschaftlichen Realität gemessen werden“, betonte er und fügte hinzu: „Laut jüngster EU-Prognose liegt Österreich 2026 bei nur 0,6 Prozent realem Wirtschaftszuwachs. Nur Italien und Rumänien schneiden schwächer ab.“ Österreich müsse also als Produktionsstandort wieder aufholen.
Und wie? „Mit fairen Energiepreisen, wettbewerbsfähigen Arbeitskosten, schnelleren Verfahren und einem schlanken Staat“, betonte Kloger – freilich nicht zum ersten Mal.
Will ein Betrieb seinen Standort erweitern, investieren oder ein Energieprojekt umsetzen, braucht es klare Zuständigkeiten.
Max Kloger
Lob des Präsidenten für das Industrie-Strompaket
Tirols IV-Präsident hatte aber auch Lob für die Politik parat. Das Industrie-Strompaket für 2027 bis 2029 sei ein wichtiger Schritt. Entscheidend sei nun seine Wirkung in der betrieblichen Kostenrechnung. Auch die geplante Senkung des FLAF-Beitrages von 3,7 auf 2,7 Prozent ab 2028 gehe in die richtige Richtung. Entlastung dürfe aber nicht durch neue Belastungen, zusätzliche Pflichten oder Rechtsunsicherheit wieder verloren gehen. Diese Entlastung müsse jetzt spürbar in den Betrieben ankommen.
Wenn an anderer Stelle wieder stärker belastet werde, entstehe kein neuer Spielraum für Beschäftigung, Qualifizierung und Wachstum. „Will ein Betrieb seinen Standort erweitern, investieren oder ein Energieprojekt umsetzen, braucht es klare Zuständigkeiten, verbindliche Fristen und eine Verwaltung, die Lösungen sucht.“ Kloger hegt die Hoffnung, dass der Tirol-Konvent Verfahren schneller, digitaler und einfacher machen wird.
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