Nach dem Spielabbruch in der dritten Landesklasse, wo sich am letzten Spieltag der vergangenen Saison Meister Bludenz und Vizemeister Schwarzach äußerst unrühmlich verabschiedeten, nimmt nun auch der Vorarlberger Fußballverband zu den gewalttätigen Ereignissen Stellung.
Das letzte Saisonspiel zwischen Rätia Bludenz und dem FC Schwarzach (3. Landesklasse) hätte von der Ausgangsposition eigentlich ein friedliches Schaulaufen werden können. Bludenz war längst schon Meister, Schwarzach hatte sich als Vizemeister den Aufstieg auch schon frühzeitig gesichert gehabt.
Doch es kam anders. Eine Rangelei in der Schlussphase führte zu Rudelbildungen und letztlich zum Abbruch. Und in der Folge zu langatmigen Entschuldigungsschreiben der beiden beteiligten Vereine. „Man wolle solche Aktionen im Fußball nicht sehen“, war der Grundtenor beider Klubs. Ein Schuldeingeständnis blieb aus. Die Ursache zu klären, ist jetzt der Job des STRUMA, der heute Abend zu seiner routinemäßigen Mittwochsitzung zusammentritt. Von den Vorfällen in Bludenz sollen Videos kursieren, die den strafenden Herren zur Ansicht gebracht werden. Drei Schwarzacher Spieler mussten im Krankenhaus behandelt werden.
Möglicherweise wird der FC Schwarzach Anzeige erstatten. Das hätte zur Folge, dass sich das Strafverfahren beim STRUMA in die Länge zieht, weil Inhalt der Anzeige und richterliches Urteil abgewartet werden müssten. Verbandsintern sind für solche Fälle natürlich auch Strafen vorgesehen: Den beteiligten Spielern drohen längere Sperren, den Vereinen Geldstrafen in vorerst noch unbekannter Höhe. Zudem könnte der VFV die Spiele der beiden beteiligten Vereine in der nächsten Saison – beide spielen in der 2. Landesklasse – unter Ausschluss der Öffentlichkeit durchführen lassen. Bei der heutigen STRUMA-Sitzung wird der Sachverhalt sondiert, mit einem Urteil ist nicht zu rechnen. Vielmehr ist anzunehmen, dass der Ausschuss die beteiligten Spieler und Ordner sowie die Schiedsrichter für nächsten Mittwoch vorladen wird, um sich deren Aussagen anzuhören.
Kirchmann verärgert
Sichtlich betroffen reagierte VFV-Präsident Alfons Kirchmann: „Das hat der Fußball nicht notwendig, durch solche Aktionen wird der ganze Sport schlechtgemacht.“ Kirchmann betonte zudem, dass die Verbandsfunktionäre auf das Verfahren vor dem STRUMA keinen Einfluss nehmen werden: „Das ist ein unabhängiges Gremium, das selbstständig entscheiden wird.“
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