US-Präsident Donald Trump hatte für seinen Geburtstag die „großartigste Show der Welt“ angekündigt. Bei Käfigkämpfen auf dem Rasen des Weißen Hauses sorgte einer der Kämpfer mit einer heftigen Aussage für Aufruhr. Dabei schoss er gegen die ehemalige First Lady Michelle Obama.
„Michelle Obama ist ein Mann!“, rief der UFC-Kämpfer Josh Hokit nach seinem Sieg in die Menge. „Hab ich Recht, Amerika?“ setzte er nach. In Videos von der Veranstaltung hört man die Menge nach dem unerwarteten Kommentar jubeln.
Anspielung auf Verschwörungstheorie
Die Aussage bezog sich auf die ehemalige First Lady und wurde in der Arena ohne Einordnung oder Korrektur wiedergegeben. Hokit spielte damit auf eine Verschwörungstheorie an, wonach Michelle Obama als Mann geboren worden sei und vor ihrer Ehe mit Barack Obama eine Transition vollzogen habe. Für diese Behauptung gibt es keinerlei Belege.
Lob für Trump
„Ein Gruß an Trump dafür, dass er die Eier hat, so einen Scheiß hier auf die Beine zu stellen“, lobte Josh Hokit außerdem den US-Präsidenten für die Organisation des Events. Kritiker hatten Trump zuvor vorgeworfen, das Weiße Haus mit der Veranstaltung zu entwürdigen und das Land weiter zu spalten. Die Antikorruptionsorganisation Public Integrity Project hatte sogar versucht, den Käfigkampf mit einer Klage zu stoppen, diese wurde jedoch abgewiesen. Kritiker warfen Trump unter anderem vor, er bereichere sich persönlich mit Sponsorenverträgen.
FBI: Haben mutmaßlichen Anschlag vereitelt
Scheinbar verlief das Event auch sonst nicht ohne Zwischenfälle. Die US-Bundespolizei FBI hat nach eigenen Angaben einen mutmaßlichen Anschlag auf das Kampfsportevent vor dem Weißen Haus verhindert. Infolge einer bundesstaatenübergreifenden Operation seien mehrere Menschen in Gewahrsam genommen worden, schrieb FBI-Chef Kash Patel am Dienstag auf der Plattform „X“. Die mutmaßlich geplanten Anschläge seien „im Keim erstickt worden“.
„Mit Sprengstoff beladene Drohnen“
In einem Bericht des Senders „Fox News“ hieß es unter Berufung auf Behördenmitarbeiter, dass bei dem mutmaßlichen Anschlag mit Sprengstoff beladene Drohnen eingesetzt werden sollten. Damit sollten Gebäude in der Umgebung getroffen werden, um eine Evakuierung der Veranstaltung zu erzwingen und die Teilnehmer in Richtung einer Gruppe von Scharfschützen zu treiben. Im Anschluss sei geplant gewesen, den Eingang des Weißen Hauses zu stürmen, hieß es.
„Es kam zu einer Festnahme“
Das FBI und die Strafverfolgungsbehörden seien bereits am 10. Juni auf eine „potenzielle Bedrohung“ für die Veranstaltung aufmerksam geworden, schrieb Patel. Wie die Sender Fox News und CBS News berichteten, kam es daraufhin zu einer Festnahme. Das Weiße Haus äußerte sich zunächst nicht zu den Berichten.
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