Sean „Diddy“ Combs hat ein neues Datum für seine Haftentlassung erhalten. Außerdem wurde bei Donald Trump ein Begnadigungsgesuch eingereicht. Der in Ungnade gefallene Hip-Hop-Mogul verbüßt derzeit eine 50-monatige Gefängnisstrafe, nachdem er in zwei Fällen im Zusammenhang mit Prostitution schuldig gesprochen worden war.
Ursprünglich sollte er Mitte 2028 freikommen, doch der Entlassungstermin wurde von den Behörden mehrfach angepasst. Zuletzt galt der 4. Juni 2028 als voraussichtliches Entlassungsdatum, bevor dieses auf den 25. April 2028 vorverlegt wurde. Nun wurde der Termin erneut geändert: Laut „People“ soll Combs derzeit bereits am 23. Februar 2028 aus der Haft entlassen werden.
Rapper versucht, sich zu bessern
Es wird berichtet, dass dies wegen guter Führung geschieht. Der Rapper habe erfolgreich an Rehabilitations- und Förderprogrammen teilgenommen, die eine frühere Entlassung rechtfertigen würden, wird kolportiert. Combs sitzt seit seiner Festnahme im September 2024 im Gefängnis.
Im Juli 2025 wurde er in zwei Anklagepunkten wegen des Transports von Personen zum Zweck der Prostitution schuldig gesprochen. Der achtwöchige Prozess gegen den Rapper endete zwar mit Freisprüchen in den Anklagepunkten Menschenhandel zum Zweck sexueller Ausbeutung und organisierte Kriminalität, dennoch wurde er wegen der prostitutionbezogenen Delikte verurteilt.
Gefängnis mit niedriger Sicherheitsstufe
Ein Sprecher des Musikers betonte zuvor, Combs nehme seine Nüchternheit während der Haftzeit „sehr ernst“. Der Sprecher wies Berichte zurück, wonach Combs im Gefängnis selbst hergestellten Alkohol konsumiert habe. Sein Mandant konzentriere sich darauf, clean und nüchtern zu bleiben. Am 30. Oktober wurde Combs vom Metropolitan Detention Center in Brooklyn, New York, in das FCI Fort Dix im Bundesstaat New Jersey verlegt. Das FCI Fort Dix gilt als Gefängnis mit niedriger Sicherheitsstufe und soll bessere Bedingungen bieten als das MDC Brooklyn, in dem Combs seit seiner Festnahme wegen verschiedener Sexualstraftat-Vorwürfe im September 2024 inhaftiert gewesen war.
Trump um Begnadigung gebeten
Sein Anwaltsteam hatte die Verlegung nach New Jersey beantragt, da die Einrichtung besseren Zugang zu Programmen zur Drogenrehabilitation bietet. US-Präsident Donald Trump bestätigte zuvor, dass Combs ihn in einem Brief um eine Begnadigung gebeten habe. Derzeit ziehe er eine solche jedoch nicht in Betracht.
Laut der „New York Times“ legte der 80-Jährige den Brief jedoch nicht vor. Trump hatte bereits zuvor angedeutet, dass er bei einer möglichen Begnadigung des „I‘ll Be Missing You“-Interpreten zögere, da Combs ihm gegenüber „sehr feindselig“ gewesen sei, als er für das Weiße Haus kandidierte.
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