Tödliche Radunfälle

Sofortmaßnahmen für Landesstraßen gefordert

Vorarlberg
15.06.2026 17:45
Porträt von Vorarlberg-Krone
Von Vorarlberg-Krone

Die tödlichen Radunfälle in den vergangenen Wochen zeigen für die Grünen akuten Handlungsbedarf an Vorarlbergs Landesstraßen. Sie drängen auf Maßnahmen, um die Verkehrssicherheit zu erhöhen  – etwa die bauliche Trennung von Radverkehr und motorisierten Verkehr sowie niedrigere Geschwindigkeitsbeschränkungen auf Landesstraßen.

„Es ist die politische Verantwortung, aus solchen Tragödien die richtigen Konsequenzen zu ziehen. Wenn bekannte Gefahrenstellen bestehen, müssen diese rasch entschärft und in die Sicherheit der Menschen investiert werden“, betont der grüne Klubobmann Daniel Zadra.

Er bringt im Vorarlberger Landtag einen entsprechenden Antrag ein, mit dem ein verbindlicher Umsetzungsplan zur Entschärfung von Unfallhäufungsstellen auf Landesstraßen, ein Sofortmaßnahmenpaket für die Landesstraße in Lustenau sowie eine deutliche Erhöhung der Landesmittel für die Radverkehrssicherheit gefordert werden.

„Verkehrssicherheit ist eine Investition in die Menschen. Sie rettet Menschenleben. Hier darf nicht gekürzt werden“, ergänzt die Lustenauer Landtagsabgeordnete Christine Bösch-Vetter.

Dringender Handlungsbedarf in Lustenau
Zadra betont, dass die Vorarlberger Landesregierung das Ziel der Vision Zero, also keine Tote im Straßenverkehr, verfolgt. Gleichzeitig die finanziellen Mittel dafür zu kürzen sei unglaubwürdig. Auch die Marktgemeinde Lustenau hat 2024 ein eigenes Zielbild für die Landesstraße, wo die Unfälle passiert sind, erarbeitet und beschlossen. „Die Unfallzahlen entlang der Landesstraßen in Lustenau zeigen, dass dort dringender Handlungsbedarf besteht“, betont Bösch-Vetter.

Die bauliche Trennung von Radverkehr und Schwerverkehr, sichere Kreuzungen sowie der Ausbau von Radwegen würden wesentlich dazu beitragen, schwere Unfälle zu verhindern. „In den vergangenen Jahren haben Gemeinden und Bund verstärkt in die sichere Infrastruktur investiert. Dennoch gibt es weiterhin viele Gefahrenstellen. Gerade deshalb dürfen die Anstrengungen jetzt nicht zurückgefahren werden“, fordert Zadra.

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