Jüngst vom Land Vorarlberg veröffentlichte Zahlen zu Kindergartenplätzen sorgen für Verwirrung bei den Gemeinden. Die Zahlen würden den Tatsachen nicht entsprechen, die SPÖ fordert Klarheit.
In einer Anfragebeantwortung hat das Land Vorarlberg die Zahlen zu den aktuellen Kinderbetreuungsplätzen offengelegt. Daraus geht hervor, dass derzeit rund 2000 Plätze frei seien. Die Zahlen stoßen bei einigen Gemeinden allerdings auf Unverständnis, die tatsächlichen Zahlen würden teils massiv darunter liegen. Die SPÖ reagiert auf die Diskrepanz mit der Forderung nach einer Klarstellung, wie das Land zu diesen Zahlen gekommen ist.
„Die Rückmeldungen aus den Gemeinden bestätigen einmal mehr unsere Ansicht, dass beim Land ein Zahlenchaos herrscht. Wenn mehrere Gemeinden übereinstimmend erklären, dass die Zahlen des Landes nicht mit den Erfahrungen vor Ort übereinstimmen, dann stellt sich die berechtigte Frage, auf welcher Grundlage das Land hier Entscheidungen trifft“, erklärt SPÖ-Landtagsabgeordnete und Bildungssprecherin Manuela Auer.
Berechnungsmethode anpassen
Offenbar rechnet das Land mit der jeweils maximalen Gruppengröße, was ebenso auf Kritik stößt: „Auch wenn es gesetzlich möglich ist, ist es aus pädagogischer Sicht nicht sinnvoll, Kinderbetreuung ausschließlich auf Grundlage von Höchstzahlen zu planen. Die Situation in den Einrichtungen vor Ort ist meist deutlich komplexer und lässt sich nicht so einfach in ein starres Rechenmodell pressen“, betont Auer. Auch aus den Gemeinden heißt es, dass die gesetzlich erlaubte Obergrenze nicht immer zum Maßstab für das tagtägliche Arbeiten in den Betreuungseinrichtungen gemacht werden könne. Auer fordert in diesem Zusammenhang, dass das Land seine Berechnungsmethode anpassen soll.
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