Die Anzahl variiert zwar stark, jedoch mussten im letzten Jahr in jedem steirischen Bezirk Menschen auf den Straßen ihr Leben lassen. Die meisten Verkehrstoten verzeichnete Leibnitz.
„Die einzig akzeptable Anzahl wäre null“, sagt VCÖ-Expertin Klara Maria Schenk zur Statistik. In der Steiermark gab es im vergangenen Jahr keinen einzigen Bezirk, in dem nicht ein Mensch auf den Straßen tödlich verletzt wurde. Insgesamt kamen 68 Menschen im Straßenverkehr ums Leben, 1333 Personen wurden schwer verletzt.
Wo die meisten tödlichen Unfälle geschahen
Die meisten tödlichen Verkehrsunfälle gab es im Bezirk Leibnitz mit neun Verkehrstoten. In den Bezirken Bruck-Mürzzuschlag und Graz-Umgebung gab es jeweils acht Todesopfer, in den Bezirken Liezen und Weiz jeweils sieben Todesopfer. In Leoben hingegen musste nur ein Verkehrstoter beklagt werden. Im Bezirk Deutschlandsberg kamen zwei Menschen bei Verkehrsunfällen ums Leben, im Bezirk Südoststeiermark drei Menschen.
Freilandstraßen als große Gefahrenquelle
Zwei Drittel der tödlichen Verkehrsunfälle passierten auf Freilandstraßen. „Mit einer Herabsetzung der erlaubten Höchstgeschwindigkeit von 100 auf 80 km/h, dem Rückbau von Raserstrecken sowie mit verstärkten Kontrollen kann die Zahl der schweren Verkehrsunfälle deutlich reduziert werden“, heißt es vom VCÖ. Denn zu hohe Geschwindigkeiten und Unachtsamkeit führen am häufigsten zu tödlichen Unfällen.
Über 16.000 Handy-Delikte am Steuer
Das Handy am Steuer ist laut Mobilitätsclub ein zunehmendes Problem. Im Vorjahr hat die steirische Polizei 16.269 Handy-Delikte im Straßenverkehr geahndet. Der VCÖ fordert, dass auf Bundesebene die rechtlichen Grundlagen geschaffen werden, um den Einsatz von Handy-Blitzern zu ermöglichen.
Mehr Tempo 30 statt 50 im Ort
„Im Ortsgebiet ist es wiederum wichtig, den Verkehr so zu gestalten, dass die Schwächsten – Kinder und ältere Menschen – sicher unterwegs sein können“, betont VCÖ-Expertin Schenk. Wirksame Maßnahmen wären Verkehrsberuhigung, mehr Tempo 30 statt 50, übersichtliche Kreuzungen und Straßenübergänge, ausreichend breite Gehwege.
Zweckwidmung für Nachtbusse
Auch der Öffentliche Verkehr trägt dazu bei, dass vor allem Jugendliche in den Nachtstunden weniger oft mit dem Auto unterwegs sind. Der VCÖ schlägt vor, dass ein Teil der Einnahmen aus Verkehrsstrafen daher zweckgewidmet werden, um verstärkt Nachtbusse oder Anrufsammeltaxis am Wochenende zu finanzieren.
Deutschlandsberg: 2 Verkehrstote,
75 Schwerverletzte
Südoststeiermark: 3 Verkehrstote,
103 Schwerverletzte
Graz: 4 Tote,
277 Schwerverletzte
Hartberg-Fürstenfeld: 4 Tote,
82 Schwerverletzte
Murtal: 5 Tote,
86 Schwerverletzte
Voitsberg: 5 Tote,
45 Schwerverletzte
Murau: 5 Tote,
35 Schwerverletzte
Liezen: 7 Tote,
134 Schwerverletzte
Weiz: 7 Tote,
108 Schwerverletzte
Graz-Umgebung: 8 Tote,
148 Schwerverletzte
Bruck-Mürzzuschlag: 8 Tote,
97 Schwerverletzte
Leibnitz: 9 Tote,
97 Schwerverletzte
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