Stadt war in Panik
Japan: Terror-Bär nach vier Tagen eingefangen
Tagelang hat ein Bär die Stadtbewohner von Utsunomiya in Japan terrorisiert – nun konnte das streunende Tier nach vier Tagen eingefangen werden. Der Pelzträger war unter anderem in ein Einkaufszentrum eingedrungen, Schulen wurden nach Sichtungen geschlossen. Nun können die Bürger aufatmen.
Der Bär hatte die Menschen in der nördlich von Tokio gelegenen Stadt tagelang in Panik versetzt: Nach Sichtungen vor einer Volksschule und nahe einer Mittelschule waren seit Montag sämtliche Schulen in Utsunomiya geschlossen. Die Einwohner wurden aufgerufen, nicht ins Freie zu gehen.
An der Suche waren Dutzende Jäger und Polizisten beteiligt, auch Hubschrauber waren im Einsatz.
In diesem Video ist der tierische Einsatz zu sehen:
Der erfolgreiche Abschluss der Suchaktion, über den japanische Medien groß berichteten, sorgte in der Stadt für Aufatmen. Der 37-jährige Anstreicher Issei Okabe sagte, sein Kind gehe in die Volksschule, vor der der Bär gesichtet wurde. Als er sein Haus im Fernsehen in den Berichten über das Einfangen des Tiers gesehen habe, sei er erst überrascht und dann „so erleichtert“ gewesen.
Rekord an Bärensichtungen
Seit einigen Jahren nimmt die Zahl der Bärensichtungen und -Angriffe in Japan deutlich zu, auch in städtischem Gebiet. Im vergangenen Jahr wurden in dem Land 13 Menschen von Bären getötet, so viele wie noch nie. Zwischen April 2025 und Ende März dieses Jahres wurden landesweit mehr als 50.000 Bärensichtungen verzeichnet – mehr als doppelt so viele wie im bisherigen Rekordjahr 2023.
Fachleute führen den Anstieg auf eine schnell wachsende Bärenpopulation und die zunehmende Entvölkerung ländlicher Gebiete in Japan zurück. Im vergangenen Jahr hatte es in Japans Wäldern zudem wenige Eicheln gegeben, sodass die Bären sich anderswo auf Nahrungssuche machten.
Tausende Abschüsse pro Jahr
In Japan leben zwei Bärenarten: der Asiatische Schwarzbär oder Kragenbär sowie der größere Braunbär. Braunbären können eine halbe Tonne wiegen und schneller laufen als Menschen. Jedes Jahr werden Tausende Tiere abgeschossen.










Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.