Japan in Angst
Tödliche Bärenangriffe: Krallenspuren an Leiche
Japan hat in der vergangenen Zeit eine Zunahme von Bärenattacken mit Todesfolge auf Menschen gemeldet. Für dieses Jahr hat die Regierung am Freitag den ersten tödlichen Bärenangriff in diesem Jahr bestätigt. Es dürfte jedoch mehr Fälle geben.
Das Opfer, bei dem es sich um eine 55-jährige Frau handeln soll, starb am 21. April in der Präfektur Iwate im Norden Japans, wie das Umweltministerium in Tokio am Freitag mitteilte. Medienberichten zufolge untersucht die Polizei noch zwei weitere Todesfälle.
Am Donnerstag war eine Leiche an einem anderen Ort in der Präfektur Iwate entdeckt worden und am Dienstag eine weitere in einem Wald in der Präfektur Yamagata. Die Polizei bestätigte der Nachrichtenagentur AFP beide Todesfälle, gab zunächst aber keine weiteren Einzelheiten bekannt.
Wie der Sender NHK berichtete, war das Opfer des mutmaßlichen Angriffs am Donnerstag eine 69-jährige Frau, die in Iwate in einen Wald in den Bergen gegangen war, um essbare Wildpflanzen zu sammeln. Suchteams fanden dem Bericht zufolge ihr geparktes Auto und dann ihre Leiche. Die Tote hatte demnach Verletzungen im Gesicht und am Kopf, die offenbar von den Krallen eines Tieres verursacht worden waren. Wie NHK unter Berufung auf die Stadtverwaltung berichtete, sollen nun Jäger das Gebiet absuchen.
13 Menschen vergangenes Jahr getötet
Im vergangenen Jahr hatte es in Japan außergewöhnlich viele Bärenangriffe gegeben. 13 Menschen wurden nach offiziellen Angaben bei den Angriffen getötet, das war ein neuer Höchststand. Fachleute führen den Anstieg auf die schnell wachsende Bärenpopulation und die zunehmende Entvölkerung ländlicher Gebiete in Japan zurück. Im vergangenen Jahr hatte es in Japans Wäldern zudem wenige Eicheln gegeben, sodass die Bären sich anderswo auf Nahrungssuche machten. Bären drangen bereits in Supermärkte ein und trieben sich in der Nähe von Schulen herum.
In Japan leben zwei Bärenarten: der Asiatische Schwarzbär oder Kragenbär sowie der größere Braunbär. Braunbären können eine halbe Tonne wiegen und schneller laufen als Menschen. Jedes Jahr werden tausende Tiere abgeschossen.









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